| 04.06.2004
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Als Josef Bartl 1979 zusammen mit zwei Künstlerfreunden aus Schorokschar, Adam Misch und Antal Lux, in der Galerie am Theaterplatz in Fünfkirchen seine Werke ausstellte, wurde ein Stück ungarndeutsche Kulturgeschichte geschrieben. Die Ausstellung setzte ein Zeichen und eine Entwicklung in Gang, in deren Verlauf 1982 die Künstlersektion im Verband der Ungarndeutschen und 1992 der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler e. V. (VUdAK) gegründet wurden. Das Lebenswerk des am 5. September 1932 im größten ungarndeutschen Marktflecken oder der "Hauptstadt der Trompeten", Schorokschar (heute XXIII. Budapester Bezirk) geborenen ungarndeutschen Künstlers repräsentiert in besonderer Weise die Verbundenheit mit den kulturellen Werten seines engeren Heimatortes und der deutschen Minderheit in Ungarn. Er hat diese Werte in seine Kunst aufgenommen und auf seine eigene Art weiterverarbeitet.
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| 04.06.2004
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Ein Gespräch mit Matthias Balatoni-Wisinger
"Schön ist es geworden, nicht wahr?" gibt Matthias Balatoni-Wisinger mir das Band der Liebe in die Hand, diese neu erschienene, einzigartige Komposition über die Ansiedlung und Vertreibung der Ungarndeutschen. "Weißt du, jetzt bin ich so richtig glücklich." "Die erste Fassung des Manuskripts, welche ich damals gelesen habe, beinhaltet den Teil über die Vertreibung noch nicht", stelle ich fest, als ich das Werk durchblättere.

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| 04.06.2004
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Ofalaer "Singweiber" beim Bonnharder Gesangverein
"Spille gehen" nannte man in den guten alten Zeiten, als die Uhren noch langsamer gingen, den Brauch des gegenseitigen Besuchs von guten Bekannten oder Freunden. Mit dieser Form der Kontaktpflege, die auch dazu diente, in die langen Wintertage und -abende auf dem Lande etwas Abwechslung zu bringen, sind nur noch die Älteren vertraut. Viel erzählt, gesungen und auch gekartelt wurde an solchen Spille-Nachmittagen oder -Abenden. Getrunken auch.

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| 04.06.2004
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Pfingstfest in Litowr
Pfingsten, der 50. Tag nach Ostern, wenn die Erscheinung des Heiligen Geistes gefeiert wird, ist nicht nur ein wichtiger religiöser Feiertag für die Christen, sondern auch der Zeitpunkt, zu dem der Sommer den Winter endgültig besiegt, somit eine lustige weltliche Feier. Daher ertönte am Pfingstsonntag, als die heilige Messe in der Dorfkirche zu Ende war, Musik auf dem Kirchplatz von Litowr/Liptód. Die Tanzgruppen aus Bawarz und Mohatsch stimmten die Gäste auf den großen Pfingstumzug ein, und der Gemischtchor der Gemeinde hieß mit einem rührenden Lied über die Heimat die ehemaligen Dorfbewohner und alle Gäste willkommen. "Ich kann mich noch gut erinnern, wie es war, als ich noch ein Kind war", erzählt Katharina Gyôri-Meiszter, eine ehemalige Litowrin, "Die Pferde wurden schön geziert, und auch ein Pfingstkorb wurde geschmückt, in dem eine Pfingstkatze saß, und alle marschierten durchs Dorf. Wir Mädchen mußten Kuchen und Wein anbieten.
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| 04.06.2004
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Was bisher nur einmal gelang, hat sich bei der Eröffnung des 14. Pfingstfestivals in Seksard wiederholt: das Anzapfen des Bierfasses brachte weder Leben noch Güter in Gefahr. Antal Heizer, Vorsitzender des Regierungsamtes für Nationale und Ethnische Minderheiten, trieb den Zapfhahn mit einem Hammerschlag ins Faß, so daß der Gerstensaft gleich in die Maße sprudelte.

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