Chöre aus den Komitaten Pesth und Komorn-Gran ließen sich messen Drucken
14.05.2004
Das viele Proben war nicht umsonst

Im Dorfhaus von Kalasch kann man nur Tracht tragende, manchmal aufgeregte, manchmal ruhigere Chormitglieder sehen. Die Vielfalt von Farben und der aus verschiedenen Ortschaften stammenden Trachten ist das Zeichen dafür, daß es sich nicht um eine kleine, engere Veranstaltung handelt, nein, sondern um eine Qualifizierung.

Nach der Eröffnung einer Ausstellung im Café des Dorfhauses und der kurzen Begrüßungsrede des Bürgermeisters Lajos Harcsa ist es schon soweit. Zwölf Chöre aus dem Komitat Pesth sind am 24. April anwesend und wollen die Jury und das Publikum davon überzeugen, daß ihre Proben, das viele Üben nicht umsonst waren. Das Ergebnis: Dreimal Silber (Frauenchor Sende, Deutscher Minderheitenchor aus Sankt-Martin und Braunhaxler-Chor aus Altofen), dreimal Gold (Lustige Schwaben aus Kalasch, Frauenchor aus Wudigeß, Traditionspflegender Chor aus Schorokschar), dreimal Gold mit Belobigung (Traditionsfrauenchor Schaumar, Chor des Heimatvereins Schambek und Takser Gemischter Gesangkreis), zweimal Gold mit Auszeichnung (Ungarndeutscher Gemischtchor aus Werischwar, Gemischtchor aus Sanktiwan), und die höchste Anerkennung, der Goldene Rosmarein, wird den Wetschescher Nachtigallen zuerkannt.

Das neben der Musikschule liegende Dorfhaus war ein würdiger Schauplatz für den Vorentscheid, und die Organisatoren hatten auch ihr Bestes getan. Der Landesrat und der Chorverband möchten sich bei allen Personen und Institutionen bedanken, die bei der Veranstaltung mitgeholfen haben: beim Dorfhaus, bei den Mitarbeitern und dem Leiter der Stiftung "Kulturzentrum der Völker und Nationalitäten der Donauländer" Franz Schlotter und bei der Gemeinnützigen Stiftung für Nationale und Ethnische Minderheiten Ungarns für die finanzielle Unterstützung!

Auch hier wieder "Goldregen"

Das letzte Wochenende ging auch nicht ohne Qualifizierung vorbei. Am 9. Mai versammelten sich im Kulturhaus von Kirne neun unternehmungslustige Chöre aus dem Komitat Komorn-Gran.

Das Programm begann mit dem Auftritt der örtlichen Kindergartengruppe, die Kinderspiele und -tänze vortrug. Der Bürgermeister von Kirne, Miklós Horváth,  sprach dann einige Worte der Begrüßung, er hielt sich kurz, um dem Gesang mehr Zeit zu lassen. Nach einer kleinen technischen Verzögerung mußten zwei nicht anwesende Jurymitglieder durch neue ersetzt werden. Und die Chöre konnten sich dann über deren Arbeit auch nicht beklagen, denn es fiel wieder "Gold-Regen", genau wie bei den bisherigen zwei Vorentscheiden: Außer zwei Silber-Stufen - Singgruppe aus Kätschka und Ungarndeutscher Nationalitätenchor aus Tarian - haben alle anderen wenigstens Gold bekommen: Deutscher Gesangkreis aus Obergalla, "Wagenhoffer"-Frauenchor aus Tscholnok, Deutscher Liederchor aus Kirwall, Deutscher Volksliedkreis aus Untergalla und Ungarndeutscher Volksliederchor aus Kirne. Die Stufe Gold mit Belobigung hat der Deutsche Liederchor aus Schemling, die Stufe Gold mit Auszeichnung der Gemischte Chor aus Tscholnok erreicht. Eine Danksagung gilt der örtlichen deutschen Minderheitenselbstverwaltung und dem Volksliederchor aus Kirne für die Unterstützung und für die perfekte Organisierung, und auch dafür, daß sie dem "Wettkampf" ein Zuhause gegeben haben.

Ein herzlicher Glückwunsch gilt all den Chören, die sich bisher qualifiziert haben, für ihre Ergebnisse. Weiter gute Arbeit!

 

Kata Sebôk