Wir sind wieder in Europa Drucken
07.05.2004
Ungarn ist am 1. Mai zusammen mit neun weiteren Ländern - Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechien und Zypern - der Europäischen Union beigetreten, so daß diese nun 25 Mitglieder hat. In der Nacht auf den 1. Mai, genau um 00.00 Uhr, dem Augenblick des offiziellen EU-Beitritts, begann auf dem Heldenplatz in Budapest das Zeitrad die Sanduhr zu drehen, damit den Beginn des EU-Zeitalters anzeigend. Eine riesige Menschenmenge hatte sich aus Anlaß dieses historischen Ereignisses auf dem Platz sowie den dahinführenden Straßen versammelt. "Wir sind Teilhaber eines großartigen Augenblicks: Ungarn kehrt nach Europa zurück, zu jenen Werten, die es seit tausend Jahren sein eigen nennt", sagte Ministerpräsident Péter Medgyessy nach dem Verklingen der ungarischen und der EU-Hymne - der Ode an die Freude von Beethoven. "Freuen wir uns gemeinsam, feiern wir gemeinsam: Möge es ein erfolgreiches Jahrhundert für Ungarn sein!" Nach der kurzen Festansprache des Regierungschefs begrüßte der Botschafter Irlands in Budapest in Vertretung seines Landes, welches gegenwärtig die EU-Präsidentschaft innehat, Ungarn unter den Mitgliedern der Gemeinschaft. Überall im Lande wurde gefeiert, und dazu gehörten auch Feuerwerke.
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Die ersten ungarischen Unionsbürger, die am 1. Mai um 00.00 Uhr ohne Reisepaß, nur mit dem Personalausweis, die ungarisch-österreichische Grenze bei Straßsommerein überschritten, waren Jugendliche, Grenzenlose Unions-Partys feierte man mehrerenorts an der ungarisch-slowakischen Grenze im Komitat Borschod-Abaujwar-Semplin wie auch an der nun frei begehbaren ungarisch-slowenischen Grenze.

Bei der Feierlichkeit, die Staatschef Ferenc Mádl zu Ehren des EU-Beitritts im Sándor-Palais in der Ofner Festung gab, verwies er in seiner Ansprache darauf, daß Ungarn nicht mit leeren Händen in die Union gehe, sondern viele Werte mit sich führe. "Und wir glauben daran, daß unsere Nation auch in der gemeinsamen europäischen Heimat ihre Traditionen bewahrt und auf diese aufbauend die Kultur des Ungartums und unserer Minderheiten weiter bereichert." (Weitere Berichte auf Seite 4)

 

Die Budapester Freiheitsbrücke wurde mit Rasen bedeckt