| Buchmanie im Budapester Kongreßzentrum |
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| 29.04.2005 |
Die größte Buchmesse Ungarns, das Buchfestival Budapest 2005, hat auch in diesem Jahr wieder große Besucherscharen in die Hauptstadt gelockt. Unter den 550 Verlagen, die hier vom 21. - 24. April präsent waren, kamen an die 220 aus dem Ausland. Hierbei nahm heuer Rußland als Ehrengastland die Vorreiterrolle ein. Doch auch deutsche Verlage und Werke waren in verhältnismäßig großer Zahl auf der Messe zu finden, wenn auch die tatsächliche Auswahl an deutscher Lektüre im Rahmen blieb. So konnten Lesebegeisterte jeder Altersgruppe im Budapester Kongreßzentrum unter den verschiedensten Themengebieten wählen und die neuesten Erscheinungen begutachen
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Auch die deutsche Minderheit präsentierte sich gemeinsam mit den anderen Minderheiten des Landes an einem Stand im 2. Stock. Eine große Menschentraube war es nicht gerade, die sich vor dem Stand einfand. Es schienen vermehrt die Leute vorbeizuschauen, die sich bereits mit der Thematik auskennen und hofften, hier auf der Messe alte Bekannte zu treffen. Dabei sollte man meinen, daß gerade dieser öffentliche Raum mehr Menschen dazu anregen würde, sich mit der Minderheitenthematik zu beschäftigen oder zumindest einen Blick in die einzelnen Werke zu werfen. Neben geschichtlicher Fachliteratur und einigen Werken des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) war auch Josef Michaelis mit seinem Werk "Treibsand" sowie seinem neuesten Buch, dem zweisprachigen Gedichtband für Kinder, "Zauberhut/Varázscilinder", auf dem Festival vertreten. Eigens für eine Dedizierstunde war der hauptberufliche Lehrer am Samstag aus der Nähe von Fünfkirchen angereist. Für ihn reihte sich dieses Buchfestival bereits in eine Reihe von internationalen Erfahrungen. Außer auf der Buchmesse in Leipzig war er auch auf der Frankfurter vertreten.
Der Besuch des Ehrengastes, in diesem Jahr der brasilianische Autor Paolo Coelho, sorgte für einen wahren Menschenauflauf. Gewappnet mit einer Auswahl seiner erfolgreichsten Werke, die auf dem Festival reihenweise angeboten wurden, standen die Menschen Schlange, um eine kleine Signatur mit nach Hause nehmen zu können. Letzten Endes gingen doch viele leer aus... Und während sich bis ca. 18 Uhr die Menschen noch an den einzelnen Ständen vorbeidrängten, genoß Josef Michaelis wahrscheinlich schon daheim ein wohlverdientes Gläschen Rotwein.
-Lena-