Die Gemeinde war seit dem 14. Jahrhundert eine Bergbausiedlung und hatte reiche Gold-, Silber-, Eisenerz-, Blei- und Schwefelvorkommen. Den Ort bewohnten ungarische Bauern und deutsche Bergleute, letztere ließen sich bereits in der Zeit von Géza II. im 12. Jh. hier nieder. Auch in der Türkenzeit war das Gebiet bewohnt. Anfang des 17. Jh.-s wurden im Ort weitere deutsche Familien angesiedelt und auch das Haus des Bergbaumeisters wurde in dieser Zeit erbaut. 1982 hat man es saniert und ein Heimatmuseum darin eingerichtet. Das Gebäude besteht aus drei Räumlichkeiten mit einem Keller darunter.
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Die Gemeinde war seit dem 14. Jahrhundert eine Bergbausiedlung und hatte reiche Gold-, Silber-, Eisenerz-, Blei- und Schwefelvorkommen. Den Ort bewohnten ungarische Bauern und deutsche Bergleute, letztere ließen sich bereits in der Zeit von Géza II. im 12. Jh. hier nieder. Auch in der Türkenzeit war das Gebiet bewohnt. Anfang des 17. Jh.-s wurden im Ort weitere deutsche Familien angesiedelt und auch das Haus des Bergbaumeisters wurde in dieser Zeit erbaut. 1982 hat man es saniert und ein Heimatmuseum darin eingerichtet. Das Gebäude besteht aus drei Räumlichkeiten mit einem Keller darunter. Der erste Raum - mit wunderschönen Möbeln aus Rudabánya - diente dem Bergbaumeister als Büro. Der Tisch ist im Stil des deutschen Barock gefertigt, die dazugehörenden Bänke haben eine aufklappbare Sitzfläche, darunter wurden wahrscheinlich die Schriften aufbewahrt. Es sind auch alte Bergmannsuniformen ausgestellt sowie Werkzeug, Lampen, Gesteinsproben und ein kunstvoller Eisenofen. Hier sind noch die Arbeiten eines Deutschpilsener Holzschnitzerlagers aus dem Jahr 1979 untergebracht. Im mittleren Teil des Gebäudes befindet sich die Räucherküche mit verschiedenen Gebrauchsgegenständen: Mörser, Kartoffelpresse, Teller, Backschaufeln. Interessant sind die Feuerstellen: links ist ein gesetzter Ofen, in der Mitte der Brotbackofen, rechts der Kesselofen. Im dritten Raum sind Einrichtungsgegenstände aus Deutschpilsen ausgestellt: Schublade, Holzschrank, Bett, Truhe sowie Wintermantel, Weste, Schultertuch und verschiedene Gebrauchs- und Ziergegenstände. Hinter der Stube befindet sich noch ein kleiner Raum, wahrscheinlich war das eine Kammer. Zur Zeit kann man hier u. a. verschiedenes Binderwerkzeug, Hechel, Holzgabel, Hobelbank sehen. Im Hof steht eine offene Scheune, in der eine Weinpresse aus Stein und Holz, ein Pflug und eine Feuerwehrpumpe ausgestellt sind. Im Keller sind außer den Fässern die geretteten Teile eines Webstuhls zu sehen. Der innere Raum ist sehr interessant, denn er ist nicht mit Steinen ausgelegt worden, ist aber trotzdem verhältnismäßig groß.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr. Nagybörzsöny, József A. u. 40 Tel: +36 20 327 9295, +36 27 378 025 (Bóna Dániel)
Aus dem Inhalt
12. Kulturgala Region Nord in Wudersch
Die gute Stimmung und die vielfältigen Aktivitäten der großen und lebensstarken deutschen Volksgruppe würdige der Bürgermeister von Wudersch/Budaörs, Tamás Wittinghoff, bei der 12. Kulturgala der Region Nord in der Sporthalle von Wudersch. Das am vergangenen Samstag im Parlament eingereichte Minderheitengesetz lobte in seiner Grußbotschaft Vizestaatssekretär Csaba Latorcai (siehe auch unseren Beitrag über das Minderheitengesetz). Auf die Widersprüche der Gesetzgebung wies Emmerich Ritter, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Selbstverwaltungen in Nordungarn und der Pester Deutschen Komitatsselbstverwaltung, hin. Die Veranstaltung am 20. November war zwar nicht so gut besucht wie ein Jahr zuvor, aber die Teilnehmer kamen voll auf ihre Kosten. Bei der Gala wurde die Auszeichnung „Für das Ungarndeutschtum der Region Nord 2011" an drei verdiente Persönlichkeiten übergeben: Josef Schwartz aus Bogdan, Frau Eva Engert aus Ujfluch und Frau Olga Pelczer aus Weindorf. Die NZ veröffentlicht die Würdigungen.
LdU: Sparen, Deutsche Bühne Ungarn und zweisprachige Grundschule in Werischwar
Die Finanzen im nächsten Jahr, die Übernahme der Deutschen Bühne Ungarn und die Gründung einer zweisprachigen Grundschule in Werischwar waren die wichtigsten Tagesordnungspunkte auf der jüngsten Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) am 19. November in Budapest. Es gab auch heftige Debatten auf der Sitzung.
Neues Nationalitätengesetz vor dem Parlament - Minderheiten unzufrieden
Das neue Nationalitätengesetz hat die Regierung dem Parlament vorgelegt - dies gab der stellvertretende Staatssekretär Csaba Latorcai bei einer Pressekonferenz in Budapest bekannt. Erst vergangene Woche wurden die Verhandlungen mit den Vertretern der Minderheiten abgeschlossen, in ein paar Tagen hat auch die Regierung die Gesetzesvorlage bewilligt. Für die Vorsitzenden der Landesselbstverwaltungen ist dieses Tempo zu hoch, sie sind mit dem Rechtsmaterial unzufrieden.
Deutsche und Kroaten im Ödenburger Rejpal-Haus
Das Rejpal-Haus in der Ödenburger Grabenrunde wurde um 1560 ursprünglich im Renaissancestil erbaut, seine heutige Form erhielt es an der Schwelle zum 18. Jahrhundert. Das barocke Wohnhaus wurde dann im 18. Jahrhundert erweitert. In den Besitz der Stadt kam es erst im Jahr 2007. Am 17. November 2011 konnten die Deutsche und die Kroatische Minderheitenselbstverwaltung den Schlüssel des Hauses von Bürgermeister Dr. Tamás Fodor in Empfang nehmen. Die deutsche Minderheit erhielt schon früher einmal ein Haus zugesprochen, aber es wurde von der Stadt wieder zurückgenommen.
VI. Landesgala der Ungarndeutschen Volkstanzgruppen in Werischwar
Das Volkstanzfestival, das unter dem Ehrenschutz des österreichischen Botschafters Dr. Michael Zimmermann und des Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen Otto Heinek stand, fand 13. November im überfüllten Veranstaltungssaal des Hauses der Künste in Werischwar/Pilisvörösvar statt. Zur Begrüßung der Gäste spielte Gábor Kaltenecker mit seiner Kapelle im Foyer auf.
Der Sodasch verließ uns - Jakob Roth 1928 - 2011
"Gsundheit sogn die Fuhrleit, der wos langsam foahrt, kummt aa weit", hörte man oft von Jakob Roth auf geselligen Zusammenkünften beim Anstoßen mit einem guten Spritzer, dem Getränk aus Wein und Sodawasser. Jakob Roth war nicht nur ein Meister im Stimmungsmachen, sondern war auch selber Hersteller von Sodawasser. Die "Sodaschen" gehörten auch zu den vielen Handwerkern, die einst in Schorokschar, im heutigen XXIII. Bezirk der Hauptstadt, tätig waren. Jakob Roth verstarb am 15. November und wurde am 25. November um 13 Uhr auf dem Friedhof von Pesterzsébet begraben.
Sie zeichnen sich durch Menschlichkeit, Höflichkeit, Ernst und Pünktlichkeit aus
Die Doppelausgabe 2009/10 des „Archivs der Deutschen aus Ungarn" ist in vier Einheiten eingeteilt. Der erste Teil beinhaltet wissenschaftliche Beiträge, die aus den Federn von Herbert W. Wurster, Harald Pöcher, Johannes Weissbarth, Gerda Weidlein, Franz Wesner, Franz Galambos-Göller, Franz Greszl und Klaus Loderer stammen.
Wiener Weltausstellung - mit dem Blick Max Nordaus
„Zwischen Bazar und Weltpolitik. Die Wiener Weltausstellung 1873 in Feuilletons von Max Nordau im Pester Lloyd" betitelt erschien heuer beim Berliner Verlag Frank & Timme das Buch von Hedvig Ujvári. In ihre Forschungsthematik führte die Germanistin auch die Besucher des Hauses der Ungarndeutschen ein: Am 15. November konnte das Publikum einen Einblick in das deutschsprachige Pressewesen des 19. Jahrhunderts gewinnen. Hedvig Ujvári unterrichtet an der Péter-Pázmány-Universität (Kommunikations- und Medienwissenschaften) und verfolgt ihren Forschungsschwerpunkt mit Blick auf die deutschsprachige Presse Ungarns. Die Vorgängermonographie ihres Sachbuches ist der beim Verlag Argumentum 2007 herausgegebene Band „Dekadenzkritik aus der ‚Provinzstadt'. Max Nordaus Pester Publizistik".
Ein Tag auf der Interpädagogica in Wien
In Österreich wird jeden Herbst diese pädagogische Fachmesse veranstaltet. Im jährlichen Wechsel in Graz, Salzburg und Wien. In diesem Jahr fand die Interpädagogica vom 10. bis 12. November in der Wiener Messestadt, neben dem berühmten Prater, statt. Es ist eine Bildungsfachmesse für Lehrmittel, Ausstattung, Kultur und Sport - von der Kleinkindpädagogik bis hin zum kreativen, lebensbegleitenden Lernen. Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Lehrer und auch Eltern können hier die Neuigkeiten kennenlernen. Viele schöne Prospekte gaben auch heuer Tips für Wanderungen und Ausflüge in Österreich. Neben den praktischen Dingen gab es viele methodische Vorführungen für die Fachinteressierten. Diese Themen sind aktuell für die Erziehungsarbeit in Kindergarten und Schule, dazu gehören mathematische Bildung, Umweltschutz und Streß in unserem Leben. Der Deutsche Kindergarten- und Schulverein Budapest organisiert schon seit Jahren für seine Mitglieder eine Fahrt zu dieser Fachmesse.
Entweder gehst du mit der Zeit oder du gehst mit der Zeit
In den letzten Jahren hat sich in der Gesellschaft in Ungarn und in der GJU auch sehr viel geändert, so ist es immer sehr wichtig, über die Vergangenheit und natürlich über die Zukunft zu sprechen. Deswegen hielt die GJU vom 18. - 20. November ein Strategiewochenende ab, wo 14 Jugendliche sich Gedanken über die Zukunft der Minderheit und über die Zukunft der Organisation gemacht haben. Eingeladen waren ehemalige und jetzige Vorstandsmitglieder, ehemalige Geschäftsführerinnen - Éva Pénzes und Monika Sax - und diejenigen, die in den letzten Jahren sehr viel für die Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher getan haben.
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