Der Zauberer von Oz
Die klassische Geschichte mit modernen Elementen
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9. September 2011
Am Anfang des Stücks zuckten die Kinder, vor allem in der ersten Reihe, öfters zusammen. Etwas zu laut, etwas zu schrill schienen die Effekte zu sein. Doch gewöhnte man sich allmählich an den Rhythmus und erkannte die Konzeption und verstand die Aussage. Das Familienmusical von Christina Gundlach nach dem Werk von Lyam Frank Baum stellte Stefan Iordanescu-Fogarasi auf die Bühne.

Foto: DBU

„Ich habe vor 30 Jahren bei diesem Stück schon einmal Regie geführt, nun habe ich die Geschichte in moderne Elemente gepackt. Es soll die Jugendlichen ansprechen, deswegen habe ich im Stück ihre visuelle und musikalische Welt verwendet", so der Regisseur nach der Premiere. Und an modernen Elementen fehlte es nicht, die Lichttechnik, die Filmszenen an der Wand und die Tonanwendung brachte der Regisseur selbst mit, und innerhalb eines Workshops machte er vor der Premiere die Techniker des Theaters mit der Handhabung dieser vertraut. Intendantin Ildikó Frank war mit der Aufführung zufrieden, die Deutsche Bühne wolle eine Tradition daraus machen, die Saison mit einem Kinderstück zu beginnen, um die ganze Familie ins Theater zu locken.
Die Hauptrolle, die Dorothy, spielte die neue Schauspielerin der DBU Juliane Baldy, die erst vor drei Wochen in Seksard ankam. „Es war ganz toll, diese Rolle zu spielen, vor allem mit diesen lustigen Kollegen. Ich habe schon öfters bei Revuen mitgemacht, doch das war noch ein wenig schwieriger." Das bestätigte auch Ildikó Frank: „Es ist nicht einfach, gleichzeitig zu tanzen, zu singen und zu spielen, doch es ist eine Herausforderung, die unsere Schauspieler gerne angehen." Das sprachliche Niveau der Deutschen Bühne Ungarn hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, auch dieses Stück hat das bestätigt, die wachsende Zahl der Muttersprachler hat zweierlei Wirkung, meint Ildikó Frank: „Sie sprechen natürlich sehr gut Deutsch, doch auch uns zwingen sie, Deutsch zu üben, denn durch sie müssen wir, weil sie kein Ungarisch verstehen, auch außerhalb des Theaters Deutsch sprechen, so ertönt auf dem Hof immer öfters die deutsche Sprache."
Das klassische Stück „Der Zauberer von Oz" behielt letztendlich trotz der modernen Elemente seine wichtige Aussage über Mut, Freundschaft, Stärke, doch wegen der lauten Musik und ab und zu erschreckenden Effekten ist es eher für größere Kinder etwa ab acht Jahren zu empfehlen.
Christina Arnold

 

Aus dem Inhalt

Budapester Informationsnachmittag zur Volkszählung 2011
Künftige Förderung könnte von der Zahl der bekennenden Minderheitenangehörigen abhängen

Anna Kerner, Ministerialoberrätin a. D., hielt am 5. September auf Einladung der Hauptstädtischen Deutschen Minderheitenselbstverwaltung in der Akadémia-Straße einen Informationsnachmittag zur bevorstehenden Volkszählung. Bei der letzten Volkszählung 2001 haben sich 88.416 Personen mit der ungarndeutschen Kultur verbunden bekannt. 2010/2011 lernen in den zweisprachigen und Nationalitäten-Unterrichtsinstitutionen ca. 60.000 Schüler - vom Kindergarten bis zur Mittelschule (Gymnasium und Fachschule), d. h. für so viele Schüler zahlt der Staat die Nationalitätenquote, die im Jahr über 2,5 Milliarden Forint beträgt, inklusive der Zusatzquote für Schüler zweisprachiger Unterrichtseinrichtungen. Durch die Wirtschaftskrise wäre eine Rationalisierung unerläßlich, Reformen würden in den Bereichen Unterricht, Selbstverwaltungssystem und Gesundheitswesen bald kommen. Eine offene Frage ist, ob die Finanzierung so bleiben wird.

Schulbeginn im Lyzeum und Semesterbeginn für Kindergartenpädagogen in Ödenburg

Die Schüler des Evangelischen Gymnasiums und Lyzeums in Ödenburg versammelten sich in der evangelischen Kirche zur Eröffnung des Schuljahres. In diesem Schuljahr haben sich von den 62 neuen Schülern der fünften Jahrgangsstufe 19 für Deutsch als Nationalitätensprache entschieden. Bei den größeren in den acht Klassen sind es 166 Kinder, die ab September Deutsch lernen. Auch bei den Kindergarten-Pädagogen in Ödenburg wurde das Schuljahr feierlich eröffnet. Seit 1959 werden in Ödenburg ungarndeutsche Kindergartenpädagogen ausgebildet. Derzeit studieren im deutschen Nationalitäten-Studiengang im ersten Studienjahr 22, im zweiten Studienjahr 18 und im dritten 15 Hörerinnen.

Zehn Jahre Partnerschaft Mosbach und Tschip

Wie es allgemein der Fall war und ist, sind die ersten Kontakte zwischen heimatverbliebenen Ungarndeutschen in Tschip/Szigetcsép und von heimatvertriebenen Landsleuten (in Mosbach/Baden-Württemberg) vor zehn Jahren über unsere vertriebenen Landsleute zustandegekommen. In Mosbach waren es Stefan Bruszt und seine Lebensgefährtin Johanna Nonn aus Tschip, die die zwei Kulturgruppen miteinander bekanntgemacht hatten. In Tschip wurde damals ein Singkreis ins Leben gerufen, der von Johann Kitzinger gegründet und von Josef Ligeti (Lerner) aus St. Martin/Szigetszentmárton geleitet wurde. Parallel dazu war die Fibi-Familie in Tschip bemüht, eine „schwäbische" Tanzgruppe zu gründen.

„Meine schwäbische Identität ist mein familiäres Erbe"

Csaba Kucsera ist Mitarbeiter des Soziologischen Forschungsinstituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Der Soziologe stammt aus Hartau, mütterlicherseits ist er Ungarndeutscher. Sein Diplom erwarb er an der Loránd-Eötvös-Universität Budapest im Fach Soziologie und Politologie. Sein Forschungsgebiet innerhalb der Soziologie ist die alternde Gesellschaft, er steht vor der Verteidigung seiner Dissertation. NZ befragte Csaba Kucsera zu seiner Identität, seiner Bindung zu Hartau.

„Valeria-Koch-Preis" 2012

Der Bildungsausschuß der LdU erwartet Vorschläge für den „Valeria-Koch-Preis" 2012. Ziel des Preises ist es, drei ungarndeutsche MittelschülerInnen der letzten zwei Jahrgänge für minderheitenspezifische Aktivitäten sowie eine ungarndeutsche BA- oder MA-Absolventin / einen ungarndeutschen BA- oder MA-Absolventen einer akademischen Einrichtung für hervorragende Diplomarbeit mit ungarndeutschem Thema zu prämieren, die/der ihr/sein Studium im Jahr 2011 beendet hat.

Literaturrezeption und Literaturvermittlung im Spiegel von Beilagen zu Pest-Ofener und Preßburger Zeitungen

Die Erforschung der deutschsprachigen Presse in und aus Ungarn hat eine lange Tradition und eine große Bedeutung in der aktuellen Forschung. Das hängt auch mit der Fülle deutschsprachiger Presseorgane zusammen, die im 19. Jahrhundert erschienen. Von den Themen und ihrer Funktion her unterschieden sie sich zum Teil stark. Insofern ist das Feld möglicher Forschungsvorhaben in diesem Bereich weit. Die Forschungen haben oft interdisziplinären Charakter, weil literaturwissenschaftliche, historische und auch kultur-, sozial-, oder gesellschaftswissenschaftliche Gesichtspunkte in die Untersuchungen einfließen. Rozália Bódy-Márkus hat für den vorliegenden Band ihre 2004 an der Loránd-Eötvös-Universität verteidigte Dissertation überarbeitet.

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Das Präsidium der GJU und die aktivsten Mitglieder wurden am ersten Wochenende im September zu einer Wanderung im wunderschönen Pilischer Gebirge eingeladen. Doch außer dem Ausflug in die Berge stand auch die Zukunftsstrategie des Vereins auf der Tagesordnung. Am 2. September kamen die Teilnehmer nach einer spannenden und interessanten Fahrt in Sanktiwan/Pilisszentiván an, wo nach einem ausgiebigen Abendessen das Wochenende besprochen wurde. Eingeladen wurden auch die ehemalige Geschäftsführerin Éva Pénzes und der ehemalige Präsident Dávid László. Beim Thema Strategie ist natürlich nicht nur die Zukunft, sondern auch die Vergangenheit ein wichtiger Faktor. Die Gespräche gingen bis tief in die Nacht, wie dies bei einem GJU-Programm immer ist, aber die GJU-Mitglieder haben viele neue Ideen und Ratschläge bekommen.

Alpen - Sehnsuchtsort & Bühne in der Residenzgalerie Salzburg

Unter diesem Titel organisierte die Kuratorin Erika Oehring eine internationale Präsentation aus dem reichhaltigen Bestand der Residenzgalerie an Gebirgsdarstellungen sowie mit zahlreichen Leihgaben aus privaten oder öffentlichen nationalen und ausländischen Sammlungen. Aus zwei Jahrhunderten sind von etwa sechzig Künstlerinnen und Künstlern mehr als hundert ganz unterschiedliche Werke ausgestellt: Traditionelle Ölbilder und Grafiken (Einzelblätter sowie multiplizierte Techniken), Karikaturen oder frühe Fotografien und nagelneue Computerprint-Fotoserien, malerische Plakate und expressive Werbungen, Spielfilme und Videos sowie komplizierte Installationen sind nicht nur chronologisch aufgeführt, sondern auch mutig konfrontiert. Die Ausstellung zeigt die Veränderung und die veränderte künstlerische Wahrnehmung des Alpenraumes seit dem frühen 19. Jahrhundert bis heute.

Nimmescher Heimatmuseum erwartet seine Besucher!

Am 31. August endete das große Projekt! Da wurde nämlich im museumspädagogischen Bildungszentrum und in der Wagnerwerkstatt durch die Unterstützung der TIOP- 1.2.2. - 09/1 - 2010 - 0034 Ausschreibung die letzte Arbeitsphase abgeschlossen. Aus dem Stall (die Art wurde weiterhin bewahrt) entstand ein Beschäftigungsraum für 15 Personen. Moderne technische Geräte unterstützen die Arbeit, so kann die Bewahrung der deutschen Volkskunde und Bräuche auf höherem Niveau erfolgen. Ab September starten die Workshops, Terminvereinbarung ist erforderlich. Am 1. Oktober findet die offizielle Eröffnungsfeier statt, wo auch das 14jährige Bestehen des Museums begangen wird.
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