Sie lebte 147 Jahre Drucken
24. Juni 2011
Der Stadtrat Ödenburg beschloß auf seiner Sondersitzung am 31. Mai die Schließung der Schule in Brennberg und zwar mit folgender Begründung: „Die Vorbereitung des Schuljahres 2011/2012 ist angelaufen, im März fand die Einschreibung für die Erstklässler statt. In die erste Klasse der Brennberger Grundschule wurde ein einziger Schüler eingeschrieben. Die Schülerzahl in der Schule zeigt einen deutlichen Rückgang (zur Zeit 32 Schüler), was zu erheblichen Schwierigkeiten in der Schulerhaltung führt und die Kosten pro Schüler wesentlich erhöht." Um einen kosteneffizienten Schulbetrieb und eine entsprechende Fachbetreuung zu ermöglichen, sind im Beschluß die Schließung der Grundschule und ihre Integration in die übergeordnete Mutterinstitution vorgesehen.

Foto: Németh Péter

In Brennberg wurde 1759 das erste Kohlenbergwerk von Ungarn eröffnet. Die erste Schule wurde 1864 gebaut, der Unterricht fand in erster Zeit in deutscher und tschechischer Sprache statt. Am Nachmittag des 17. Juni 2011 versammelten sich Lehrer und Schüler zum letzten Mal in dem alten Schulgebäude. Nach der Vorführung der Kinder verabschiedete sich die Leiterin der Schule Márta Bodó unter Tränen von den letzten Schülern. Die Grundschule in Brennberg wurde 147 Jahre alt.


Aus dem Inhalt

Groß gefeierte Jubiläen in der Hauptstadt der Banater Schwaben

Alle Wege führten nach Temeswar in Rumänien. Denn der Medienverein Funkforum und das Demokratische Forum der Deutschen im Banat hatten zu den Heimattagen der Banater Deutschen und dem Deutschsprachigen Medientag 2011 zwischen dem 17. und 19. Juni eingeladen. Festansprachen, Kulturprogramme, eine Buchvorstellung und Filmvorführungen standen auf dem Programm.


Wir sehen einem super Jugendaustausch entgegen

Die GJU hat im Januar die Einladung bekommen, die kaschubische Minderheit in Polen im Rahmen eines Jugendaustauschs zu besuchen. Die Vorbereitungen liefen seitdem auf Hochtouren, und nach den ersten Plänen wußten wir schon, daß die Organisatoren etwas Tolles vorbereiten. Das wollten sie aber den Gruppenleitern der teilnehmenden Organisationen auch zeigen und luden zu einem Vorbereitungstreffen nach Danzig ein.


DSDI-Sprachdiplom in Ödenburg

Auf dem Hof der Deutschen Nationalitätenschule in Ödenburg versammelten sich am Samstag 640 Schüler aus 29 Klassen zum feierlichen Abschluß des Schuljahres. Alle Schüler der Klasse 8/c wurden in die gewünschte höhere Schule aufgenommen, der Durchschnitt der drei Klassen liegt bei 87 Prozent. Ab diesem Schuljahr haben die Schüler in der Schule auch die Möglichkeit, das DSDI-Sprachdiplom zu erwerben. Heuer haben 12 Schüler der Klasse 8/a die Prüfung bestanden. Die Zeugnisse wurden bei viel Applaus überreicht.


Treffen der Minderheitenselbstverwaltungen in Tscholnok

Die Deutsche MSV Tscholnok lud die Vertreter der Minderheitenselbstverwaltungen von benachbarten Ortschaften zum gemeinsamen deutsch-slowakischen Treffen ein. Das Ziel der Begegnung war das gegenseitige Kennenlernen, der Erfahrungsaustausch sowohl auf dem Gebiet der Programmgestaltung als auch im alltäglichen Leben.


König der Weine

Der Tokajer Ausbruch wurde in einer Zeit berühmt, als in den Adelshäusern Europas Alchimisten mit der Erfindung der Goldherstellungsmethode beauftragt waren. Der Tokajer Ausbruch stand auf dem Nachttisch des französischen Sonnenkönigs - dabei hatte er wahrscheinlich auch das Gefühl, durch den extrem honigsüßen Ausbruch flüssiges Gold trinken zu können. Kein Wunder, daß er den Tokajer Ausbruch gleich zum König aller Weine erkor. Durch die Präsentation von János Árvay hatten die Besucher des Budapester Hauses der Ungarndeutschen am 15. Juni so etwas miterleben können: edle Tokajer Weinsorten bereiteten dem Publikum einen genußreichen Abend.


Die Deutschen in Rumänien vor der gleichen Kraftprobe: Volkszählung

Das in Reschitza, in der „Alexander Titz"-Bibliothek, organisierte internationale Symposium „Volksgruppen - Volkstum - Sprache" hatte eine durchaus aktuelle Bedeutung. Erwin Josef Tigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, hatte Devise und Inhalt gut durchdacht, kompetente Vortragende eingeladen, das Thema aus der Sicht mehrerer Volksgruppen angesprochen.


Zusammenarbeit im Feuerwehrbereich: BrandHáz in Eisenstadt

Es kam zu einem echten Höhepunkt in der Geschichte der mittlerweile zehnjährigen Zusammenarbeit der Städte Ödenburg und Eisenstadt, als am 8. Juni das Eisenstädter BrandHáz übergeben wurde. Die grenzüberschreitende Kooperation begann noch 2001 mit den gemeinsamen Löscharbeiten beim Schilfbrand am Neusiedler See. Später wurde im Jahr 2003 zwischen der Katastrophenschutzdirektion im Komitat Raab-Wieselburg-Ödenburg und dem Landesfeuerwehrkommando Burgenland eine Vereinbarung über die gemeinsame Bekämpfung von Katastrophen und anderen Notlagen unterzeichnet. 2007 schlossen auch die beiden benachbarten Städte eine Kooperationsvereinbarung ab.


Das Thema Volksfrömmigkeit hat mich schon immer fasziniert

Réka Miskei schrieb ihre BA-Diplomarbeit im Fach Deutsche Nationalitätenkunde am Germanistischen Institut der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest über sakrale Denkmäler und Volksfrömmigkeit in Badesek. Als Untersuchungsmethoden wählte sie außer Fotodokumentation auch das Leitfadeninterview sowie die Analyse der bischöflichen Visitationsprotokolle. Im Fokus ihrer Arbeit standen Umstände der Errichtung, äußere Erscheinung, Funktion früher und heute wie auch Denkmalpflege. Zu ihrer Diplomarbeit und ihren zukünftigen Plänen befragte UChN BA-Absolventin Réka Miskei.


Das Palais Liechtenstein in Wien

Das Palais Liechtenstein im 9. Bezirk Wiens - es knallt nicht protzig in die Straße hinein. Man muß wissen, wo es steht, um es zu sehen, aber dann erblickt man einen klassisch schönen Bau in einer edlen, dezenten Gartenanlage. Seit dem Jahr 2004 sind die Pforten des Liechtensteinmuseums in Wien wieder geöffnet. Damit ist eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen der Welt mit Meisterwerken der europäischen Kunst aus fünf Jahrhunderten öffentlich zugänglich.


Orasch - Heimatmuseum, Kellermuseum

Der Name von Diósd/Orasch ist auf das ungarische Wort „dió" (Nuß) und die serbische Bezeichnung der Nuß, „oras", zurückzuführen. Die Siedlung wurde in der Türkenzeit völlig zerstört und zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach und nach neu besiedelt. Eine Ermessung des Komitates Weißenburg/Fejér aus dem Jahre 1774 berichtet über 20 Familien, die 17 Kühe und 92 Weingärten haben. Die neuen Einwohner kamen meist aus dem deutschen Sprachraum, waren Weinbauern, arbeiteten hart und fleißig, schlugen in ihrer neuen Heimat schnell Wurzeln. Die Serben integrierten sich später in die größere deutsche Gemeinschaft und die Ortschaft behielt ihren eingedeutschten Namen „Orasch".
*
Wollen Sie mehr erfahren? Bestellen Sie die Neue Zeitung! Über die

Neue-Zeitung-Stiftung
Budapest, Lendvay u. 22 H-1062
E-Mail: neueztg@hu.inter.net
www.neue-zeitung.hu/publikationen

Sie finden die Neue Zeitung in Geschäften von Lapker Zrt.

Einzelpreis: 180 Ft

Jahresabonnement:
Ungarn: 7800 Ft
Europa: 110 Euro

Sie können die Neue Zeitung und gesondert auch NZjunior als pdf-Datei abonnieren und per E-Mail zugeschickt bekommen.
Kontakt: neueztg@hu.inter.net