Gute Leistungen lohnen sich: Sommerstipendien für Schüler Drucken
18. Juni 2010
Am 12. Juni machten sich 24 Schülerinnen und Schüler auf den Weg nach Deutschland. Alle lernen an ausgewählten Nationalitätenschulen und zweisprachigen Gymnasien (sogenannten PASCH-Schulen) und wurden für ihre besonderen Leistungen im Fach Deutsch mit einem dreiwöchigen Stipendium ausgezeichnet. Der Fachberater für Deutsch in Ungarn Holger Wendlandt, der auch bei der Auswahl der Stipendiaten mitgemacht hat, verabschiedete die Gruppen am Bahnhof und wünschte ihnen, daß sie in den drei Wochen nicht nur neue deutsche Wörter lernen, sondern vor allem viele neue deutsche Freunde finden.

Die Stipendiaten vor ihrer Abreise am Ostbahnhof in Budapest.
Begleitlehrerinnen sind Bernadett Bencze
(ELTE-Budapest, hinten links)
und Orsolya Fuchs
(Schiller-Gymnasium Werischwar, hinten rechts)

Jeweils eine Gruppe machte sich auf den Weg nach Merzig (Saarland) bzw. Marburg (Hessen). Dort leben die Jugendlichen in Gastfamilien, lernen ein deutsches Gymnasium kennen und nehmen an einem Kulturprogramm teil. Vorbereitet wurden die Stipendiaten bei einem Treffen in der Deutschen Botschaft Budapest im April. Neben diesen dreiwöchigen Stipendien, die in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Austauschdienst (Bonn) vergeben werden, gibt es weitere Stipendien, die erst in den kommenden Wochen beginnen. Das sind zum einen 4wöchige Sommerstipendien, die mit einer Städtereise verbunden sind (Bonn, Köln, Berlin und München werden besucht) sowie zwei Stipendienplätze für den Internationalen Sommerkurs an der Fachhochschule Schmalkalden. Erstmalig konnten auch zwei Praktikumsplätze beim Campus of Excellence in Hof vergeben werden.


Aus dem Inhalt

Theaterförderung rassistisch?

Besonders förderungswürdig seien Theater der nationalen und ethnischen Minderheiten, die jährlich mindestens 100 Vorstellungen geben, mit eigenem Ensemble mindestens zwei Premieren produzieren und mindestens 75 Prozent der Aufführungen Eigenproduktionen des Theaters sind. Dieser Vorschlag wurde am Montag im Kulturausschuß des Parlaments diskutiert. Elôd Novák (Jobbik) bezeichnete dies als „Rassismus". Als Protest verließ die Abgeordnete Elisabeth Menczer (FIDESZ) den Saal. (Lesen Sie dazu unseren Kommentar auf Seite 2.) Der Förderungsvorschlag wurde für die Plenardebatte zugelassen.
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Der „Sibirische Bär" lernt Deutsch
Deutsche in Nowosibirsk, der größten Stadt Sibiriens

In seinem 1928 in Berlin veröffentlichten „Führer durch die Sowjetunion" beschrieb der ungarische Kartograph und spätere Sowjet-Spion Alexander Radó (1899 - 1981) auch die sibirische Stadt Nowosibirsk. Radó vermerkte, die Stadt sei innerhalb von zwei Jahrzehnten „das wirtschaftliche Zentrum Sibiriens" geworden und „mit amerikanischer Schnelligkeit (Sib-Chicago)" gewachsen.
Heute ist Nowosibirsk, das am Fluß Ob liegt, mit 1,4 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Rußlands. Seine Geschichte hängt eng zusammen mit der Erschließung von Westsibirien und der Errichtung der längsten Eisenbahnstrecke der Welt, der 9 297 Kilometer langen Transsibirischen Eisenbahn.
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Klaus Johannis erhält höchste Auszeichnung des BdV

Der Bund der Vertriebenen wird auf seiner Festveranstaltung zum Tag der Heimat am 11. September in Berlin den Oberbürgermeister von Hermannstadt, Klaus Johannis, mit der Ehrenplakette auszeichnen. Johannis erhält die Ehrenplakette für seine hervorragenden Verdienste um die Völkerverständigung als Brückenbauer in einem zusammenwachsenden Europa. Mit Klaus Johannis wird ein Siebenbürger Sachse der jüngeren Generation ausgezeichnet, der erheblich zum Verständnis zwischen beiden Völkern beigetragen hat. In zahlreichen persönlichen Auftritten hat er in Vorträgen Kenntnisse über Land und Leute vermittelt und um Verständnis für Rumänien und seine deutsche Minderheit geworben.
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Kakucs
„Wir möchten an die Geschichte erinnern"

Die Großgemeinde Kakucs liegt zwischen Budapest und Kecskemét und ist der Wohnort von etwa 100 Ungarndeutschen, die sich vor vier Jahren zusammengetan haben, um eine deutsche Minderheitenselbstverwaltung zu gründen.
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Ein beliebter Leckerbissen

In heiterer Runde versammelten sich Ofaloer Frauen und lernfreudige Gäste, um in die geheime Welt der Salzkipfel einzutauchen. Das Rezept ist eigentlich ganz einfach: Mehl, Salz, ein Ei, Milch, Hefe und Öl (früher Fett). Doch auch diese einfach klingenden Zutaten für den Teig haben so ihre Feinheiten, hat doch jedes Haus sein eigenes Rezept mit kleinen Unterschieden.
Die Ofaloer organisieren seit Jahren einen Salzkipfel-Wettbewerb, weil aber die Hausfrauen nicht so gerne an einem Wettbewerb als solchen teilnehmen wollten, wurde dieses Jahr einfach eine Salzkipfelkostprobe angeboten. Mitte Juni ist Ofalo immer voll, denn der Dorftag lockt viele Gäste und ehemalige Ofaloer aus dem In- und Ausland in die kleine Gemeinde, die zwar gerne Salzkipfel essen, mit der Herstellung dieser Leckerei aber nicht vertraut sind. Ihnen bot man in diesem Jahr einen ausführlichen Salzkipfelkurs an.
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Traditionelle Rezepte der ungarndeutschen Küche

Schupfnudeln mit Tomatensoße, Bohnenzuspeis und zum Nachtisch Strudel, das und noch vieles mehr konnten die Interessenten am vergangenen Samstag in Bonnhard bei der Buchpräsentation einer schwäbischen Rezeptsammlung kosten. Zsuzsanna Lohn aus Bonnhard hegte schon lange den Wunsch, die einstigen typisch ungarndeutschen Rezepte der Gegend zu sammeln und herauszugeben. Vor einem Jahr startete sie einen Aufruf in den Medien, um die Rezepte zu sammeln, doch niemand meldete sich, keine Schwäbin hielt ihr eigenes Gericht für gut genug. So schnell wollte Frau Lohn aber nicht aufgeben, also sprach sie die schwäbischen Familien in der Stadt persönlich an und konnte die Scheu der Köchinnen nach und nach abbauen. Von Anfang an standen ihr die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung und vor allem die Partnerstadt Bonnhards Wernau zur Seite, die zuletzt die Druck- und Graphikarbeiten übernahmen und auch die Kosten trugen. Sogar Wernauer Rezepte kamen in das Buch, denn auch dort leben Heimatvertriebene, die ihre Rezepte nicht vergaßen.
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Bogdan - Heimatmuseum

Bogdan/Dunabogdány hat die Türkenherrschaft eigentlich gut überstanden, aber um die verschwundene reformierte ungarische Bevölkerung zu ersetzen, siedelte Péter Graf Zichy im Jahre 1723 katholische deutsche Familien im Dorf an.
Die Filoxera setzte dem Weinbau, dem Haupteinkommen der Bauern, ein Ende. Sie stellten sich um auf die Arbeit mit Stein und auf den Obstanbau. Mit den sog. „Kofa"-Schiffen (Kofa = Marktfrau) brachten sie ihre Produkte auf die Märkte von Pest, Preßburg und Wien.
Die Produkte der feinen Steinmetzkunst: verzierte Torpfeiler, Fenster- und Türumrahmungen, Ruhebänke vor den Häusern sowie Grabsteine sind heute noch in der Ortschaft zu finden. Man fertigte auch Weinpressen, Tröge, aber auch kleine Truhen, in denen man die wichtigsten Dokumente der Familie aufbewahrte, aus Stein, an.
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XV. Treffen deutscher Kulturgruppen in Harkány
Publikum genoß die Darbietungen aus dem Wasser

Um den Badegästen in Harkány die Zeit durch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm zu versüßen, wurde am 13. Juni in der Branauer Badestadt bereits das XV. Treffen der Deutschen Minderheitengruppen Südtransdanubiens durchgeführt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Selbstverwaltung und der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung der Stadt. Die Zuschauer kamen an diesem Nachmittag voll auf ihre Kosten, denn was könnte es Besseres geben, als an einem heißen Tag aus dem angenehmen Wasser des Heilbades die Präsentationen der verschiedenen ungarndeutschen Kulturgruppen zu genießen.
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Schnapsbrennen

Ganz hinten im Garten bei uns in Weindorf standen zwei oder drei Holzfässer. Als die Pflaumen, Äpfel und Birnen überreif waren und von den Bäumen fielen, haben wir sie aufgehoben und in die Holzfässer geschüttet. Das war der Grundstoff des Schnapses (Pálinka). Im Herbst hat die Gärung der Maische bald angefangen, in der Luft flatterte Alkoholgeruch herum. Die Taufliegen waren dauernde Besucher um die Fässer herum. Ein Teil von den Vorbereitungen war auch das Entkernen und Mahlen des Obstes.
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Gregor von Holdt - Schauspieler der Saison bei der DBU
„Ich nehme ganz viel Erfahrung mit"

Der aus Berlin stammende Künstler Gregor von Holdt ist der Schauspieler der Saison 2009 - 2010 bei der Deutschen Bühne Ungarn (DBU). Über den Preis haben die Mitglieder des Ensembles und eine Fachjury am 1. Juni in Szekszárd nach der sogenannten Mini-Saison abgestimmt. Von Holdt kam am Anfang der Spielzeit, er trat in fast allen Stücken der DBU auf, den Erfolg brachten die Hauptrollen in Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug" und in Gábor Görgeys „Knarrenspiel". Mit Gregor von Holdt hat die NZ nach der Preisverleihung gesprochen.
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Ringlotten am Erdbeerbaum

Eine Diplompädagogin aus Oberösterreich, Gabi Kreslehner, bringt frischen Wind in den deutschsprachigen Literaturbetrieb. Während ihr Buch "Charlottes Traum - Ringlotten am Erdbeerbaum" noch mit den wichtigsten Preisen für Jugendliteratur ausgezeichnet wird, ist schon das nächste Werk - "In meinem Spanienland" - diesmal für Erwachsene - erschienen. NZ traf die Schriftstellerin zu einem Gespräch.
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Mehr als 1300 Angster-Orgel

Sein Name ist ein Begriff, und es gibt in Ungarn kaum Ortschaften, wo seine Instrumente in den Kirchen nicht bei jeder Messe ertönen würden. Dieser Name gehört zu einem der größten in der Geschichte des ungarländischen Kunstgewerbes. Die Rede ist von Orgelbauer Josef Angster, dem Gründer der berühmten Fünfkirchener Orgelfabrik. In das Lebenswerk führt die Ausstellung ein, die bis zum 18. August im Vasváry-Haus in Fünfkirchen (Király u. 19) zu sehen ist.  Öffnungszeiten: 11.00-19.00 Uhr.
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Delegiertenversammlung in Ofalo

Die halbjährliche Delegiertenversammlung der GJU in Ofalo/Ófalu war beschlußfähig. Die Delegierten der Freundeskreise kamen am 12. Juni zahlreich. Dies war wichtig, da auch die Wahl der Vorsitzenden und einer Vizevorsitzenden auf der Tagesordnung stand.
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„Waschechte" schwäbische Musik seit fast 20 Jahren

Die Waschludter Johann's Kapelle wurde 1991 von vier Musikern gegründet und spielte von Anfang an ungarndeutsche, deutsche und österreichische Volkslieder, wobei ihr Repertoire inzwischen auch schon mit anderen Musikrichtungen bereichert wurde.
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