18 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse des Werischwarer Friedrich-Schiller-Gymnasiums fuhren Ende März zum Albert-Einstein-Gymnasium nach Ulm-Wiblingen, um Neues zum Thema „Nachhaltigkeit" zu erfahren und sich gemeinsam für das internationale IZOP-Medienprojekt zu engagieren.
Die Werischwarer SchülerInnen am Schiller-Denkmal in Marbach
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Die Kernziele dieses Projektes bestehen in der Förderung eines grenzüberschreitenden Dialogs und eines interkulturellen Austauschs zwischen Jugendlichen aus Deutschland und aus Mittel- und Osteuropa. Wichtig ist dabei vor allem, die jungen Leute und die breite Öffentlichkeit für Umweltfragen zu sensibilisieren und dadurch die Wichtigkeit der nachhaltigen Entwicklung im geeinten Europa zu vertreten. Die Jugendlichen aus Werischwar bilden die eine Gruppe in Ungarn von denen, deren Beiträge in der Tageszeitung NÉPSZABADSÁG publiziert werden. Während ihres Aufenthaltes in Ulm waren die Schüler bei Gastgeberfamilien untergebracht. In der sonnigen Frühlingswoche nahmen sie nicht nur an erlebnisvollen Kulturprogrammen, sondern auch an spannenden Unterhaltungsveranstaltungen teil. Außer Ulm wurden ihnen Stuttgart und Marbach durch ausführliche Stadtführungen des Oberstudienrates Dr. Christof Rieber gezeigt. In Marbach besichtigten sie das Schiller-National-Museum (Friedrich Schiller in der neuen ständigen Ausstellung) und das Literaturmuseum der Moderne. In Stuttgart machten sie einen Spaziergang durch den Schloßpark, vorbei an der Oper, dem Landtag, dem Neuen Schloß und dem Alten Schloß zum Schillerplatz. Das Gruppenerinnerungsfoto am Schiller-Denkmal von Thorvaldsen durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Auf die reichen Erlebnisprogramme folgte der Recherchetag beim „ENERGON" im Science-Park auf dem Eselsberg. Den SchülerInnen wurde von Experten alles über das Passiv-Haus-System erklärt. Bei einer Podiumsdiskussion kam es zu Interviews mit Fachmännern, den Herren Lindenmann, Völk und Nitschke, die es später den Gästen ermöglichten, das ganze Gebäude zu begehen und das Gehörte in der Praxis zu erleben. Beim Rundgang gewannen die Schüler einen Einblick in die Technik der Zukunft, des Daches, der Abluft, in die Technikräume. Zum Schluß besichtigten sie eine Mustermieteinheit. Am darauffolgenden Tag sollte die Menge der gesammelten Informationen im schulischen Inforaum gemeinsam mit den deutschen Partnerschülern für die Pressebeiträge bearbeitet werden. Es blieb jedoch auch an diesem Tag Zeit für einen weiteren Kulturgenuß. Das Klostermuseum mit seiner klassizistischen Bibliothek und seiner interaktiven Ausstellung über Ulms Geschichte bot jedem ein unvergeßliches Erlebnis. Den Höhepunkt der Besuchswoche in Ulm bedeutete der festliche Empfang im Alten Rathaus. Oberbürgermeister Ivo Gönner empfing die ungarischen Teenager persönlich und gab ihnen ein Interview über die Zukunftspläne der Stadt auf dem Wege der Nachhaltigkeit. Später bewirtete Dorothea Hemminger, die Europakoordinatorin der Stadt, die Schüler mit feinen Laugenbrezeln und Getränk und stand ihnen auch Rede und Antwort für offengebliebene Fragen. Am Freitagabend trafen sich alle Teilnehmer der Projektwoche im Theater Ulm anläßlich des gemeinsamen Besuchs der Goldoni/Haydn-Oper: „Il Mondo della Luna". Nachdem die GastschülerInnen den letzten Tag in den Familien verbracht hatten, verabschiedeten sie sich am Samstagabend auf einer unterhaltsamen Abschiedsparty in den Jugendräumen des Sozialzentrums in Ulm-Wiblingen, nahe bei der Schule. Schön ermüdet von der Arbeit und voll von Erlebnissen fand die Abfahrt nach der Uhrumstellung viel zu früh am Sonntagmorgen statt. Im Juni wird die gemeinsame Forschungsarbeit zum Thema „Waldmanagement in den Budaer Hügeln (im Ofner Bergland)" fortgesetzt und dann werden die Werischwarer Gastgeber der Ulmer Schüler sein. Ilona Stallmann
Aus dem Inhalt
10 Jahre Abkommen über schulische Zusammenarbeit in Baja Kompetenzen über fachliche Fähigkeiten werden vermittelt
„Dieses Abkommen bedeutete die Grundlage für die Deutsch-Ungarische Abteilung und die Möglichkeit, ein ganz neues Bildungskonzept in Ungarn zu verwirklichen", meinte Helmut Seiler, Deutscher Direktor des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baje, der auch ZfA-Schulkoordinator für Mitteleuropa ist. Mit ihm zusammen eröffnete Hauptdirektorin Dr. Elisabeth Knab die großangelegte Festveranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum des Zusammenwirkens. Zu zweit konnten sie am 16. April zahlreiche Ehrengäste aus dem ungarischen und deutschen Bildungsbereich begrüßen. Seite 1
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen beriet Beruhigendes Budget – neue Direktoren
Ein verhältnismäßig beruhigendes Bugdet 2009 konnte die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen auf ihrer Sitzung am 17. April in Budapest billigen. Die Einnahmen - 3.002.828.000 Forint - lagen etwas niedriger als geplant, dafür konnte man bei den Ausgaben - 2.705.339.000 Ft - sparen. Die Bildungsinstitutionen haben ihre Kosten wesentlich gesenkt, da sie bereits die für 2010 verbindlichen niedrigeren Normativen im Auge hatten. Diese Restmittel werden für die Finanzierung von Maßnahmen in den drei Institutionen -Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum, Valeria-Koch-Schulzentrum bzw. Friedrich-Schiller-Gymnasium - verwendet. Die LdU verfügt auch über eine Finanzreserve, die zum Teil für Selbstbeteiligungen bei Bewerbungen eingesetzt werden soll. Seite 1-2
„Erbe verpflichtet" Ungarndeutscher Kulturverein von Willand feierte 15jähriges Jubiläum
Der VII. Nationalitätentag sollte etwas Besonderes sein - und war es auch! Nicht nur, weil der Ungarndeutsche Kulturverein sein 15jähriges Jubiläum feierte, sondern weil die Eröffnung des Ortsgeschichtlichen Museums in Willand am 15. April sowie eine Märchenaufführung des Seksarder Deutschen Bühne am 20. April in die Programmreihe miteinbezogen wurde. Der deutsche Nationalitätentag selbst am 17. April bot außerdem eine viel breitere Palette an Programmen als die bisherigen. Seite 1-3
Gedenkfeier in Agendorf
Des traurigen Ereignisses vor 64 Jahren, nämlich der Vertreibung der Deutschen, gedachte man auf dem Luther-Platz in Agendorf. Hier am Denkmal wird seit dem 11. April 1996 jedes Jahr an jene etwa 1400 deutschen Bewohner gedacht, die im Frühling 1946 das Heimatdorf verlassen mußten. Die Gedenkfeier wurde von der Deutschen Selbstverwaltung der Gemeinde organisiert. Am Denkmal legten die Deutsche Selbstverwaltung, der Gemeinderat, der Morgenröte-Chor und die Familie Pinezits, die das Denkmal errichten ließ, Kränze nieder. Seite 2
„Ich habe viele Erfahrungen, die ich im UDPI effektiv einsetzen kann" Gespräch mit dem neuen Leiter des Ungarndeutschen Pädagogischen Instituts
Dr. Gábor Frank ist ab 1. August diesen Jahres der neue Leiter des Ungarndeutschen Pädagogischen Instituts (UDPI) in Fünfkirchen. Nach 19 Jahren trat er von seinem Amt als Direktor des von ihm gegründeten Valeria-Koch-Zentrums in Fünfkirchen zurück. NZ befragte ihn nach den Gründen und Plänen. Seite 3
Ungarndeutsche Kultur verbindet: Sasder Deutschklub empfing den Chor von Raitzkosar
Der Deutschklub von Sásd pflegt zu vielen anderen ungarndeutschen Kulturgruppen gute Kontakte und ist auch gerne bereit, den ersten Schritt in Richtung einer freundschaftlichen kulturellen Beziehung zu tun. Am 16. April empfingen die Mitglieder des Klubs den ungarndeutschen Chor von Raitzkosar/Egyházaskozár in der Aula der Grundschule. Nach einer kurzen Vorstellung durch ein Chormitglied, in dem das weitreichende ungarndeutsche Erbe der Gemeinde hervorgehoben wurde, sang der Gastchor zahlreiche deutschsprachige Lieder aus seiner Gegend, mit denen er bereits landesweit etliche Auszeichnungen bekommen und auch eigene Tonträger herausgebracht hat. Auf der Zither werden die SängerInnen von Chorleiter Tibor Németh begleitet. Seite 4
Österreichs junge Kunst in Jula
Gründlich vorbereitet, gut konzipiert, großzügig gestaltet war die Ausstellung „In Between. Austria Contemporary" in der Kohán-Galeria in der Stadt Jula. Das Österreichische Kulturforum und das städtische Corvin-János-Museum haben mit Unterstützung der Österreichischen Botschaft in Budapest ein vielseitiges künstlerisches Material in die Südebene gebracht, welches - nach Tel Aviv - zum ersten Mal in Europa bis zum 2. Mai zu besichtigen ist. Eine echte Kultursensation! Seite 4
Spielzeughandel einst... Vom „Kinder-Paradies" bis zur „Puppenfee"
Die ersten Vertreter des Handels mit Spielzeug waren die Wanderverkäufer und Marktfrauen. Die hausgefertigten Produkte der Handgewerbe sind von den sogenannten „Kraxlern" mit Bütten in ferne Gebiete transportiert worden: aus Holz geschnitzte Puppen, Pferde, Schachteln oder einfache Musikinstrumente usw. Auf den ungarischen Märkten sind die ersten Spielwarenbuden Mitte des 19. Jahrhunderts erschienen. Auf dem Pesther Elisabeth-Platz z. B. konnte man Säbel, Gewehre, Tschakos, Pauken und Trompeten ebenso wie kleine Soldaten oder Spielkanonen aus Kupfer finden. Seite 6
Der Braunhaxler
Der Band enthält Artikel und Illustrationen, die von György Horváth unter dem Autorennamen Florian Werkli zwischen 1978 und 1984 in der Neuen Zeitung erschienen sind. Die Beiträge behandeln Bräuche und Feste in Altofen/Óbuda, dabei schöpft der Autor aus den eigenen Kindheitserinnerungen und stellt die einstigen Bewohner, die typischen Charakteristika des Stadtteils vor. Der Leser lernt den damaligen Alltag von Altofen kennen, als man noch Werkli (sic!) spielte, als die alteingesessenen Einwohner, die Braunhaxler - deren Name auf den Beruf der Weinbauern zurückzuführen ist, die barfuß arbeiteten und braune Haxen infolge der Sonne hatten -, noch Trauben züchteten, als auf den Straßen noch Milimaris Milch verkauften. Seite 6
Wo sind die Ungarndeutschen? Heimspiel in einer anderen Welt
Ein interessantes Theaterstück konnte man am Abend des 17. April im Haus der Künste in Fünfkirchen sehen. „Heimspiel in zwei Welten" hieß die Produktion, wo türkische Jugendliche aus Deutschland mitgespielt haben. Ursprünglich war es so gedacht, daß auch ungarndeutsche Jugendliche beim Projekt mitmachen, es haben sich aber zu wenig angemeldet bzw. die Interessenten haben die Teilnahme abgesagt. Die Premiere war trotzdem erfolgreich. Seite 13
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