| Hartau - Heimatmuseum | ![]() |
| 22. Jänner 2010 | ||
Die neuzeitliche Geschichte von Hartau begann 1723, als die ersten Familien aus dem Rheingebiet, aus Hessen und der Pfalz, sowie aus Württemberg auf das Gut von Pál Ráday kamen. Die deutschen Siedler waren ausgezeichnete Landwirte, verstanden den Hanfanbau und seine Bearbeitung, aber es waren auch gute Handwerker unter ihnen. In der Zeit der Dampfschiffahrt sind die Hartauer namhafte Donauschiffer geworden.
Das Gebäude des Heimatmuseums ist ein Bauernhaus der Tiefebene, das seit 1967 als Ausstellungsort dient. Es steht in der Mitte des Dorfes, in der Straße der protestantischen Kirchen. Gründer und erster Betreuer war der Deutschlehrer Teofil Rétfalvi. Das Heimatmuseum hat der Museologe Dr. János Bárth eingerichtet, so ist es seit 1975 ein landesweit bekanntes Nationalitätenhaus. Adresse: Templom u. 62, Telefon: +36 20/965-7700 Aus dem Inhalt Salasche: Elan und Zukunftsperspektive „Wir möchten eine Heimatstube einrichten, die Puppen dazu haben wir schon", spricht András Hágen, Vizevorsitzender der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung, über einen der Pläne in Salasche/Dunafalva, wo erst seit vier Jahren eine deutsche Selbstverwaltung tätig ist. Die Ortschaft selbst wurde 1954 selbständig, löste sich damals von Sektschi/Dunaszekcsô und vergaß auch die Traditionen und die Geschichte der Schwaben nicht. Salasche ist eine von vier Ortschaften im Komitat Batsch-Kleinkumanien, wo erst vor vier Jahren eine deutsche Minderheitenselbstverwaltung gegründet wurde. Pro rumäniendeutsch, pro rumänisch, pro europäisch Mit der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an die rumäniendeutsche Autorin Herta Müller, geboren 1953 in Nitzkydorf im rumänischen Banat, seit 1987 in die Bundesrepublik spätausgesiedelt, rückt wieder ein einmaliges Phänomen ins Licht der Öffentlichkeit: die fünfte deutsche Literatur, die rumäniendeutsche nach der Literatur der Bundesrepublik, der verblichenen DDR, Österreichs und der Schweiz. Papstbesuch in der Römischen Synagoge Papst Benedikt XVI. hat die Synagoge von Rom besucht. Am Sonntagabend stellte er sich in dem jüdischen Gebetshaus am Tiberufer deutlich hinter die Dialog-Initiativen seiner Vorgänger. Der Besuch fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt; immer wieder kam es während des Papstbesuchs bei der ältesten jüdischen Gemeinde des Westens zu spontanem Beifall, zu Tränen und Emotionen. Vor dem Betreten der Synagoge legte Benedikt, der u.a. vom deutschen Kurienkardinal Walter Kasper begleitet wurde, im römischen Ghetto einen Kranz nieder für die Menschen, die von hier aus in die Nazi-Vernichtungslager abtransportiert wurden. RUHR.2010 - 200.000 Besucher beim Auftaktwochenende Ein Wintermärchen wurde Wahrheit: Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 ist eröffnet. Die ersten Bilder, die vom Festakt aus dem Essener Welterbe Zollverein per Live-Übertragung in die Welt gesendet wurden, unterstrichen eindrucksvoll das Leitmotiv vom Wandel durch Kultur.
Wenn Fidesz die Wahlen gewinnt, möchte die Partei die parlamentarische Vertretung der Minderheiten vorbereiten, so daß bei den Wahlen 2014 auch schon Minderheitenvertreter gewählt werden können. Das hat am 9. Januar Zoltán Balog (Fidesz), Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte, Minderheiten, zivile und religiöse Angelegenheiten des Parlaments auf der Landesgala der Ungarndeutschen versprochen. Vor einigen Wochen hatte das Parlament aber abgelehnt, den Antrag des Minderheitenforums auf die Tagesordnung zu setzen, der die Regierung beauftragen sollte, eine Gesetzesvorlage zur parlamentarischen Vertretung der ungarländischen Minderheiten auszuarbeiten. Die NZ erkundigte sich bei Zoltán Balog, was der Standpunkt von Fidesz zu Minderheitenfragen ist. "Ohne Schüler können wir nicht weiterkommen" Dr. Gábor Frank wird in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiern. Er ist Vorsitzender der Deutschen Komitatsselbstverwaltung in der Branau, und auch Direktor des Valeria-Koch-Schulzentrums in Fünfkirchen. In seiner Tätigkeit für die Ungarndeutschen hat das Schulwesen einen besonders wichtigen Stellenwert. Das Kulturhaus in Gara war brechend voll am 16. Januar, die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung hatte zum traditionellen Schwabenball eingeladen. Erfolgsgeschichten Das diesjährige Titelblatt ist vielleicht das schönste in der Geschichte des Deutschen Kalenders. Die positive Ausstrahlung der beiden Bilder vom Fotowettbewerb symbolisiert auch den Gesamtton des Jahrbuches: Erfolgsgeschichten in Text und Bild! BlickPunkt Kalender 2010 Eines meiner nettesten Weihnachtsgeschenke war ein Wandkalender, der vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum in Budapest herausgegeben wurde. Die Blätter sind eine Auswahl der besten von über 300 Fotos, die zum Blickpunkt-Wettbewerb der Bilder 2009 eingelaufen sind. Als Beigabe auch noch einige schöne Bilder in Postkartenformat. Gedenkfest in Tarian Die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung in Tarian organisierte auch dieses Jahr das Gedenkfest an die Schlacht am Don. Lange Jahrzehnte hindurch blieben die schweren Erinnerungen an die Januartage 1943 innerhalb der Familienkreise. Die damals noch Kinder waren, sind jetzt schon im Rentenalter. Sie wurden von ihren Kindern und Enkelkindern zur Gedenkveranstaltung begleitet. Ein hervorragender Theologe aus Weindorf "Im Grunde genommen mußte ich jetzt erst einsehen, daß ich tatsächlich ein dummer Schwabe war - dumm freilich nicht wegen mangelnder Begabung, sondern wegen des verweigerten Unterrichtes in meiner Muttersprache und der mir vorenthaltenen Kultur unserer nationalen Vorfahren. Erst nach und nach lernte ich deren Reichtümer kennen, die Werke großer Maler und Musiker, Dichter und Denker, die Entdeckungen berühmter Physiker, Chemiker und Mathematiker. Jetzt erst wuchs in mir ein neues Identitätsgefühl, das mir sagen ließ: Junge, du gehörst stammesmäßig zu dem 'Volk der Dichter und Denker'. Hinzu kommt, daß das Schicksal oder Gottes Fügung uns bei der Vertreibung in das Schwäbische, das Land unserer Väter, zurückführte, und wir wieder jenem Volk einverleibt wurden, das mit zu den begabtesten der deutschen Stämme zählt." * Wollen Sie mehr erfahren? Bestellen Sie die Neue Zeitung! Bestellmöglichkeiten Über die Neue-Zeitung-Stiftung Außerhalb von Budapest: In Budapest: Sie finden die Neue Zeitung in Geschäften von Lapker Zrt. Einzelpreis: 180 Ft Jahresabonnement: Sie können die Neue Zeitung auch als pdf-Datei abonnieren und per E-Mail zugeschickt bekommen. | ||