Junge Talente - Ein Beweis für gutes Niveau des Nachwuchses in der Hauptstadt Drucken
11. Dezember 2009

Fröhliches Kinderlachen, Schmunzeln und ein unterhaltsamer Grundton der in Tracht gekleideten Kinder erwartete im Theatersaal der Akadémia-Straße die Eintretenden zu der Veranstaltung "Junge Talente". Die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung der Hauptstadt hat aus diesem Event schon eine Tradition gemacht: Vorsitzende Eva Mayer Bajtai bezeichnete die Veranstaltung als einen freudigen Akt, wo sich - wie es schon im Namen heißt - junge Talente der Hauptstadt vorstellen können. Jedes Jahr sind die besten Rezitatoren - die im Landesfinale ausgezeichnet wurden - mit dabei. In zwei Kategorien, und zwar Lyrik und Prosa, haben die SchülerInnen verschiedener Altersklassen ihr Können gezeigt.



Advent, präsentiert von den Kindern aus Tschepele
Foto: Bajtai László

Da der Termin der Veranstaltung der 7. Dezember war, haben viele Schülerinnen und Schüler in ihren Texten und Produktionen auf den Nikolaustag, auf die Adventszeit oder auf das bevorstehende Weihnachtsfest reflektiert. Im Programm traten Schüler des Budapester Deutschen Nationalitätengymnasiums, der Jókai-Grundschule im XII. Bezirk (Schwabenberg), aus Tschepele und aus dem XVI. Bezirk von Budapest auf: Zöglinge der Deutschpädagogen des Jahres. Diese Auszeichnung wurde vor kurzem ebenfalls von der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung der Hauptstadt verliehen (NZ 41/2009).

Im Rahmen der Veranstaltung „Junge Talente" wurde auch die hohe Auszeichnung „Für das Ungarndeutschtum in Budapest" verliehen. Preisträgerin ist 2009 die Branauer Fernsehjournalistin Martha Stangl. Eva Mayer Bajtai sagte in der Ehrung, daß Martha Stangls Engagement für die Öffentlichkeit der Deutschen in der Hauptstadt sehr bedeutend und beispielhaft sei. Martha Stangl bedankte sich für die Auszeichnung, „wir tun unsere Arbeit, ich tue meine Arbeit, immer in einem kleineren oder größeren Team". Sie komme gerne in diese Region und hätte in der Umgebung und innerhalb von Budapest immer Qualität gefunden. Diese Qualität würde sich vor allem im Deutschunterricht und in der Kulturpflege widerspiegeln (lesen Sie eingehender auf Seite 4).

Die Produktion der Kinder der 1. Klasse aus der Eötvös József-Grundschule in Tschepele war ein wunderbar zusammengestelltes Schauspiel mit Text, Liedern und Musikbegleitung, das den Weihnachtsfestkreis zusammenfaßte. Und die Kleinen waren überhaupt nicht verlegen, mit sehr viel Charme und Selbstsicherheit verzauberten sie im Nu das Publikum. Aus der Jókai-Grundschule (Schwabenberg) tanzten drei Mädchen in Tracht entzückend ungarndeutsche Tänze. Das Deutsche Nationalitätengymnasium der Hauptstadt war durch ein Duo (Rebeka Lajkó und Peter Gyenge) und eine 10. Klasse - man könnte eher sagen durch eine Tanzgruppe - vertreten. Auch die Rezitatoren gaben auf der Bühne ihr Bestes. Und als Belohnung erhielten zum Schluß alle Geschenke: Bücher und Schokolade, bei den Kleinsten kam erstmal letzteres besser an, d. h. wurde gleich gegessen. Die gute und freudige Stimmung war mit einer festlichen gepaart, und das Publikum - Eltern, Deutschlehrer und Mitglieder der Hauptstädtischen Selbstverwaltung - konnte nach den Produktionen gewiß sein, daß diese Veranstaltung ihrem Namen gerecht ist.

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Aus dem Inhalt

Dieser Nummer ist die Signale, die Beilage für Literatur und Kunst beigelegt

Nationalitätenschulen 2010 in finanzieller Not

Wegen Kürzung der staatlichen Unterstützungen sei in vielen Bildungseinrichtungen der Nationalitätenunterricht gefährdet, sagen Schulleiter. Am 30. November hat das Parlament das Budget 2010 verabschiedet, der Haushalt sieht vor, die sog. Minderheitennormative um 8 Prozent zu kürzen. Diese Summe haben die Schulen für ihre zusätzlichen Aufgaben und Arbeit im Nationalitätenunterricht erhalten. Bei größeren Bildungseinrichtungen liegt der Verlust in Millionenhöhe.
Seite 1-2

Edda Illyés tritt in den Ruhestand

Die bisherige Leiterin des Regionalbüros der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Jula, Edda Illyés, trat in den Ruhestand. Bei der Klausurtagung der LdU in Baje wurde ihr mit einem herzlichen Applaus für ihre gewissenhafte Arbeit gedankt. LdU-Vorsitzender Otto Heinek überreichte ihr einen Blumenstrauß. Die aus dem rumänischen Banat stammende Edda Illyés war jahrzehntelang für die Zeitung der Rumänen in Ungarn tätig und setzte sich parallel für die Ungarndeutschen ein. Für die Neue Zeitung, die Beilage BUSCH-Trommel und den Deutschen Kalender wird sie - so hoffen wir - weiterhin Beiträge aus dem Komitat Bekesch schreiben.
Seite 2

Komitatspreis an Dr. Lajos Abonyi/Aufmuth

Mit dem Preis des Komitats Bekesch wurde Dr. Lajos Abonyi/Aufmuth, 1. Vorsitzender der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung in Orosháza, am 11. Dezember ausgezeichnet.
Seite 3

"Die kleinen Ortschaften brauchen mehr Hilfe"

Der Vorsitzende der Deutschen Komitatsselbstverwaltung Batsch-Kleinkumanien/Bács-Kiskun ist Franz Schön, der auch gleichzeitig Bürgermeister von Hajosch ist. In seinem echt schwäbischen Hajoscher Dialekt sprach er über seine Arbeit als Komitatsvorsitzender.
Seite 3

Harast - Heimatmuseum

In Harast/Dunaharaszti trafen in einer zweiten Ansiedlungsphase deutsche Familien vorwiegend aus der Gegend von Blindheim und Gremheim ein. Das Gebäude des Museums befindet sich in der Altstadt, im einst deutschen Teil von Harast.
Seite 4

Gesichter, Identitäten und Schicksale
Foto-Ausstellung von Ferenc Teppert in Willand

"Menschen" - der Titel einer Foto-Ausstellung, hinter dem sich Gesichter, Identitäten und Schicksale unterschiedlicher Nationalitäten hauptsächlich aus Willand und Umgebung verbergen. Die Ausstellung des aus Willand stammenden Fotografen Ferenc Teppert ist im Kulturhaus zu sehen. Bei der feierlichen Eröffnung der Foto-Ausstellung am 3. Dezember durch Kulturhausdirektor Attila Czinczár sowie Bürgermeister Gyula Takáts gab es bereits großes Interesse für die Werke von Ferenc Teppert. Begleitet vom Willander Frauenchor wurden die Bilder schließlich dem Publikum vorgestellt.
Seite 5

Mein Schoroksar

Das Buch ist die deutsche Übersetzung des im Jahre 1999 in Ungarisch erschienenen Bandes von Lôrinc Traurig, in dessen Mittelpunkt das Erwerbs- und Alltagsleben der Schorokscharer steht.
Seite 6

Übergabe der Jugendbegegnungsstätte in Tscholnok
Es tut sich etwas Neues, und das soll eine Fortsetzung haben

Das Kulturhaus von Tscholnok, in dem am 21. November die Jugendbegegnungsstätte übergeben wurde, ist nun um zwölf neue Tische, 60 Stühle, Kleiderständer, einen Kühlschrank, eine Kochplatte, einen Lautstärker, einen wertvollen DVD-Player und nicht zuletzt um einen Tischfußball und ein Darts-Spiel reicher geworden.
Zur feierlichen Einweihung der Jugendbegegnungsstätte waren viele Jugendliche, aber auch Erwachsene gekommen. Man war schon neugierig, wie die aufgrund der Förderung des deutschen Bundesministeriums des Innern erworbenen Einrichtungsgegenstände in Besitz genommen wurden.
Seite 12

Kinder- und Jugendfestival der Nationalitäten in Waschkut
Das Alte, das Schöne zu bewahren, es an die jungen Menschen weiterzureichen

Es hat sich als eine ausgezeichnete Idee erwiesen, unterschiedliche Gattungen der Folklore in verschiedenen Ortschaften zu präsentieren. Somit kann immer wieder auf einen anderen, von Minderheiten bewohnten Ort aufmerksam gemacht werden, und die Teilnehmer erhalten fortwährend die Chance, sich und die Lebensfelder der Mitmenschen besser kennenzulernen.
Das Deutsche Nationalitätentreffen der Volksmusik fand am 7. November in Waschkut/Vaskút statt. Der Organisator der Veranstaltungsreihe war das Nationalitätenzentrum des Komitates Batsch-Kleinkumanien.
Seite 12


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