Bergwerksfeier in Hidasch
Kumpel und Verwandte kamen zusammen
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11. September 2009
Seit 1966 wird in Hidasch keine Bergwerkstätigkeit mehr ausgeübt, doch die Gewerkschaft der Grubenarbeiter funktioniert bis heute. Man trifft sich immer wieder und kennt die Familienmitglieder der einstigen Kumpel noch. 2005 wurde zu Ehren der Bergwerkszeit und der bei Grubenunfällen umgekommenen 20 Bergleute ein Denkmal gesetzt. Fast jeder Dritte war Deutscher.

Das Bergwerksdenkmal in Hidasch

„Früher war aus jedem Haus mindestens einer in der Grube tätig, und nachdem das Hidascher Bergwerk geschlossen wurde, gingen die Grubenarbeiter nach Großmanok oder Komlo unter Tage", erzählt Frau Schwab aus Hidasch, eine Bergmannswitwe, die auch zum heutigen Bergwerksfest gekommen war. Bei der andächtigen Feier legten u. a. die hiesige evangelische Kirchengemeinde und die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung einen Kranz nieder. Dazu spielte die Großmanoker Jugendblaskapelle bekannte Bergmannsmelodien. Bei den meist älteren Menschen rollte so manche Träne der Erinnerung.
Die dreitägige Feierlichkeit stand aber nicht nur im Zeichen der Nostalgie der Älteren, sondern es gab zahlreiche Programme für das ganze Dorf und gar für die Umgebung. Musik, Fußball, Karussell, Spielzeugbasar und Zuckerwatte gehören heute ebenso zum Fest wie einst bis vor 43 Jahren.
Lange Zeit hindurch trug dieses Festwochenende das Wort Bergwerk nicht im Namen, bis vor drei Jahren die Pflege der alten Bergwerkstraditionen erneut aufgegriffen wurde und seither wieder ein Bergwerksfest begangen wird. Es stellte sich heraus, daß in den Familien die Älteren fast in jedem Haushalt über ihre Erinnerungen sprechen und somit die Bergwerkszeit auch bei den Kindern nicht unbekannt ist. „Glück auf" sagten die Ungarndeutschen zueinander, und in der einstigen Bergwerkskapelle von Hidasch spielten viele Deutsche mit. Schon in den frühen Morgenstunden des Festtages gingen die Musikanten durch das ganze Dorf und weckten die Leute", erzählt ein ehemaliger Grubenarbeiter beim Fest. „Wir luden auch Kumpel aus der Umgebung ein." Man feierte in diesen Tagen mit der Familie, mit Freunden, lud immer Gäste zu sich ein und dachte auch an diejenigen, die nicht mehr lebend aus der Grube kamen.
Mehrere tausend Menschen aus nah und fern kamen an diesem Wochenende nach Hidasch, denn das Programm war sehr vielseitig, von Oldtimerparaden bis zu modernen Hip-Hop-Künstlern, vom lustigen Amateurtheater bis hin zu Kinderspielen und Jugendsport war für jeden was dabei, wie einst, zur Blütezeit des Bergwerks.

Chr. A.


Aus dem Inhalt


Niveaupreis für Ilona Köhler Koch
Wenn man sieht, daß es Zukunft hat, das ist wunderbar..."

Ilona Köhler Koch erhielt Anfang September in Würdigung ihrer Tätigkeit für das Ungarndeutschtum den Niveaupreis des Komitates Tolnau. Ilona Köhler Koch ist die Vorsitzende der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung der Stadt Bonnhard. NZ traf sie bei einer Veranstaltung.
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Neue Busse, neue Zukunftsperspektiven
Die Gereschlaker haben Grund zur Freude

Der Schulbeginn bereitet vielen kleinen Ortschaften Kopfschmerzen, die zurückgehende Kinderzahl und die hohen Kosten trieben viele Bildungseinrichtungen in den Ruin. Nicht so in Gereschlak/Geresdlak.
Beim deutschen Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Ministerium für ländliche Entwicklung und Landwirtschaft (FVM) in Budapest hatte sich die Gemeindeselbstverwaltung von Gereschlak erfolgreich beworben, und das bedeutete über 10 Millionen Forint zum Kauf zweier Kleinbusse. Diese erhielt die Gemeinde pünktlich zum Schulbeginn - und 25 neue Kinder aus Kemend/Máriakéménd kommen hinzu, sie gehen ab September täglich hier zur Schule.
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In Ulm, um Ulm und um Ulm herum
Ausflug der Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn Geretsried

Ulm, seit den Eroberungszügen Napoleons in Ulm (Baden-Württemberg) und Neu-Ulm (Bayern) geteilt (die Grenze ist die Donau) - weswegen Napoleon bei den Ulmern auch nicht sehr beliebt ist -, spielte auch in der Geschichte der Ungarndeutschen eine entscheidende Rolle. Auch wegen dieses historischen Moments und weil sich das Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) in Ulm befindet, machte eine volkskundlich-historisch interessierte Reisegruppe aus Geretsried (Bayern) in der Organisation der hiesigen Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn einen Stadtrundgang in Ulm, verbunden mit der Besichtigung des DZM.
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Maria preisen kommet - Prozession in Tarian

Einen Teil der großen Prozession zu Ehren der heiligen Maria zwischen Mariazell (Österreich) und Csíkszereda (Siebenbürgen/Rumänien) ist man in Tarian am Samstag, dem 5. September, gegangen. An drei Mariendenkmälern haben die Gläubigen gebetet und gesungen und in ihren Fürbitten die Jungfrau um Gnade angesprochen, in drei Sprachen: die Tarianer deutsch, aus den zwei Nachbardörfern, aus Tardos slowakisch und aus Héreg ungarisch. Es war ein schönes Beispiel des friedlichen Beisammenlebens. Mit einer Agape und Unterhaltung im Kirchen-Gemeindehof wurde der Abend beendet.
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Dr. Wendelin Albert:
„Ich möchte noch die parlamentarische Vertretung unserer Minderheit erleben"

Dr. Wendelin Albert (73) ist Vorsitzender der Gemeinschaft der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Wesprim und gleichzeitig auch Vorsitzender der Deutschen Komitatsselbstverwaltung in Wesprim. NZ fragte ihn über seine Arbeit in beiden Ämtern.
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Ein Lauf für die Völkerverständigung

Es war ein ergreifender Moment, als die mutigen Läufer am ersten Donnerstag des Monats September in Bonnhard ankamen.
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Piachl über die Mundart unserer Ahnen

„Kriaz kaut! Grüß Gott! Ein Werischwarer Dialektbuch" heißt das ganz besondere Buch, das neulich mit einer Audio-CD-Beilage beim Verlag „Szent István Társulat" erschienen ist. Über die Entstehung dieses Bandes haben wir die zwei Autorinnen Frau Andrusch geb. Mária Fetter-Fóti und Dr. Márta Müller gefragt.
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Nationalfeiertag mit Festgottesdienst und Prozession

Den Festgottesdienst am 20. August in der Budapester Stephansbasilika leitete Kardinal-Primas Peter Erdô. Anwesend waren mehrere Mitglieder der Bischofskonferenz. Mitzelebrant waren der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner und Juliusz Janusz, apostolischer Nuntius in Budapest. Kardinal Meisner hielt die Predigt, die die NZ veröffentlicht.
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Der ganz besondere Genuß: Orgelkonzert in Baje

Im Rahmen der "Innenstädtischen Orgelabende" fand am 29. August in der Innenstädtischen Kirche von Baje das Orgelkonzert von Elisabeth Bartl statt. Die Budapesterin absolvierte 1977 die Franz-Liszt-Musikakademie. Frau Bartl ist seit 1979 Lehrerin im Kantorfortbildungsinstitut und in der Dirigentenschule, seit 1991 Orgellehrerin und stellvertretende Direktorin der Altofener Kunstschule „Aelia Sabina'".
Gemeinsam mit dem Klarinettisten Lajos Kovács wurde ein vielfältiges Programm präsentiert. Es wurden vor allem Orgelwerke von J. S. Bach, J. Pachelbel, C. Franck, B. Kovács und F. Hidas zu Gehör gebracht. Es war eine musikalische Zeitreise.
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Jugendgruppe Raitzpeter

Die Jugendgruppe in Raitzpeter/Újpetre wurde von einer Gruppe eng befreundeter Leute im Jahre 2003 gegründet, mit dem Ziel, für die Jugendlichen der Gemeinde Programme zu organisieren und die Traditionen des Ortes zu bewahren und zu pflegen.
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