Mit dem Auftritt der Sulker Blaskapelle begann das Kulturprogramm am ersten Augusttag im landschaftlich idyllischen Sulk/Szulok in der Schomodei. Trotz Rekordtemperaturen lockte der Dorftag zahlreiche Leute zum Fischteich am Ortseingang. Sport, Spiele, Musik und Tanz wurden an diesem Tag für alle Altersgruppen angeboten, auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt, in mehreren Kesseln brodelte Gulaschsuppe.
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Schon um 6 Uhr in der Früh versammelten sich die ersten Sulker mit ihren Ruten am Fischteich und angelten um die Wette, um 10 Uhr kamen die Pferdeliebhaber dazu, denn auf dem Hindernisplatz zeigten die Kutscher und Gespannfahrer ihr Können. Nach den sportlichen Aktivitäten in der prallen Mittagshitze, setzten sich die Zuschauer unter die Akazienbäume und genossen das kulturelle Angebot. Stolz applaudierten sie den Musikanten der Gemeinde, die mit ungarndeutschen Melodien und stimmungsvollen Rhythmen für beste Laune sorgten. Auch die Sulker Tänzer, die in drei Altersgruppen Traditionspflege betreiben, traten auf die Bühne. Vor allem viele ältere Menschen waren auf diese Auftritte gespannt, so manche schwelgten nostalgisch in Erinnerungen und fühlten sich in ihre Jugend versetzt. Mit dem Szulok-Lauf und mit Fußball ging der sportliche Teil des Tages weiter. Im Familienprogramm des Dorftages gab es eine Menge Spiele für die Kinder, und während man im Fischteich mit dem Tretboot unterwegs war, konnte man auch die Musik des Festprogramms mitverfolgen. „Zum dreizehnten Mal findet dieser Dorftag statt, immer am ersten Augustwochenende. Einen Nationalitätentag organisierten wir vor einem Monat, das sind die beiden großen Veranstaltungen des Jahres", so der Bürgermeister von Sulk Josef Wirth, der den Erfolg dem abwechslungsreichen Programmangebot zuschreibt. Wer nach so viel Sport und Kultur immer noch nicht müde war, konnte den Tag mit einem Ball am Abend abschließen. Chr. A.
Aus dem Inhalt
Der aktuellen Nummer der Neuen Zeitung ist die sechzehnseitige Beilage für Deutschpädagogen, BUSCH-TROMMEL, beigelegt
„Heimkehr zu meinen Wurzeln" Der achtzigjährige Professor Antal Mádl über Heimatdorf und Wissenschaft
In Dunakeszi, im Büro der Minderheiten, nicht weit von der schönen Sankt Michaelskirche, empfängt der emeritierte Germanistikprofessor Antal Mádl. Er arbeitet noch, und zwar für die deutsche Minderheit in Dunakeszi. Auf dem Tisch liegen einige Bücher: seine große Lenau-Monographie, ein bildreiches Büchlein über denselben Dichter und ein zweibändiges unlängst erschienenes Werk über sein Heimatdorf Banda/Bánd, dessen Hauptredakteur und teils Verfasser er ist. Seite 1-3
Zum 5. Mal Donauschwäbisches Blasmusikkonzert
Dank der freundlichen Unterstützung durch die Landsmannschaft der Banater Schwaben und des Innenministeriums des Landes Baden-Württemberg fand am 26. Juli um 14 Uhr in der vollbesetzten Konzertmuschel des Herzogenriedparks in Mannheim zum fünften Mal das Donauschwäbische Blasmusikkonzert statt. Veranstalter war der Freundeskreis der donauschwäbischen Blasmusik. Mit dabei waren die Kleinturwaller Musikanten aus Ungarn unter der Leitung von Peter Tamás. Als jüngste Kapelle (nicht nur des Alters wegen, sondern auch der Mitgliedschaft im Freundeskreis der donauschwäbischen Blasmusik) erwarben sie mit ihrem schwungvollen Beitrag und der gekonnten Instrumentierung, der hervorragenden Übereinstimmung mit ihrem Kapellmeister und der jugendlichen Ausstrahlung die Sympathie des Publikums. Seite 2
Erfolgreiche Bewerbung in Großmanok Finanzierung von Museumsbesuch und Schulbüchern
Jedes Jahr wird vom Ministerium für Bildung und Kultur eine Bewerbungsmöglichkeit angeboten. Das Bildungszentrum in Großmanok hat sich schon öfters um Unterstützung bemüht, mit mehr oder weniger Erfolg. Diesmal hat Großmanok, unlängst zur Stadt ernannt, Grund zur Freude, denn insgesamt war man mit zwei Anträgen erfolgreich und das bedeutet mehr als 17 Millionen Forint. Die ergänzende Unterstützung für den Nationalitätenunterricht wird für das kommende Schuljahr eingesetzt und ist dazu gedacht, den Kindern das Erlernen des Nationalitätenstoffes zu erleichtern. Seite 3
Gelebte Freundschaft 20 Jahre Partnerschaft Unterensingen - Nadasch
„Wir wollen einen Beitrag für Freundschaft und Verständnis in Europa leisten" mit diesem Zitat aus der 20jährigen Partnerschaftsurkunde begann Anfang Juli die Feier in Deutschland zu Ehren der vergangenen zwei Jahrzehnte. Die Zielsetzungen seien auch heute noch gültig, auch wenn die Umstände sich seit 1989 sehr verändert haben, meinten sowohl Bürger als auch Vorsteher der beiden Ortschaften. Seite 4
Heimatmuseum in Waschad
Auch die Tolnauer Gemeinde Waschad/Varsád hat nun ein Heimatmuseum. Geplant hatte die Deutsche Selbstverwaltung dieses Heimatmuseum seit den 90ern. 2005 konnte sie das mehr als 100 Jahre alte Gebäude kaufen. Bei der Finanzierung hat das Amt für Nationale und Ethnische Minderheiten geholfen, war vom Vorsitzenden der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung Csaba Dörmer zu erfahren. Die Besitzer haben zahlreiche uralte Gebrauchs- und Ziergegenstände hinterlassen. Bei der Einrichtung des Museums haben das Seksarder Wossinsky-Museum, der Verband der Heimatmuseen sowie viele Waschader Einwohner geholfen und zwar sowohl bei der Sammlung und der Inventur oder mit Ratschlägen, mit einer alten Geschichte oder mit eigener Arbeit. Seite 4
Bezauberndes Temeswar Temeswar - Timisoara
Der Fotoband wurde vom Demokratischen Forum der Deutschen in Temeswar (Rumänien) initiiert und ist auch als Kulturreiseführer zu verstehen. Temeswar, die Stadt mit vielen Gesichtern und Ort mehrerer kultureller Stilrichtungen, soll im Band ihr heutiges Gesicht zeigen: die schönen Seiten und die reiche Kultur des Zusammenlebens sollen sich vor den Augen des Betrachters entpuppen. Als Einleitung zum zweisprachigen Band (Rumänisch und Deutsch) stehen die Betrachtungen des Oberbürgermeisters der Stadt, Gheorghe Ciuhandu. Dr. Annemarie Podlipny-Hehn schrieb das Vorwort des Forums, sie fungiert jedoch auch als Kunstexpertin (Kunsthistorikerin): „Temeswar - Eine moderne Stadt" ist ein historisch-kulturhistorischer Rückblick, wie auch eine Anleitung zur Betrachtung der sorgfältig ausgewählten Fotografien, die wichtige architektonische und kunsthistorische Aspekte nicht unbeachtet lassen. Seite 6
Die neuerliche Eroberung der Burg Ehrenberg Junge Ritter im alten Gemäuer
Im Tiroler Außerfern kommt man nicht zufällig vorbei - dort fährt man gezielt hin. Die Lechtaler Alpen schieben sich wie ein Riegel von West nach Ost zwischen das Lechtal und das Inntal. Vom übrigen Tirol aus kann man den Gebirgszug von Süd nach Nord einzig über den Fernpaß überqueren, und an der Zugspitze vorbei nach Reutte, den Hauptort des Außerfern, gelangen, bevor man ins südbayrische Allgäu und weiter nach Augsburg kommt. Seit vielen Jahrhunderten ist die Ehrenberger Klause bei Reutte eine befestigte Engstelle, über der hoch oben ehemals die Burg Ehrenberg thronte - heute eine malerische Ruine. Wenn man heute zufällig nächtens im Tal eintrifft, dann sind schon von weitem auf zwei Berghöhen die Ruine Ehrenberg und die Festung am Schloßkopf zu sehen - in der Dunkelheit magisch leuchtend wie Höhenfeuer. Seite 11
„Minderheiten und Marketing" GJUler beim Exchangeprogramm in Friesland
Vom 26. Juli bis 1. August hatten drei Personen von der GJU die Möglichkeit, in Friesland (Provinz in den nördlichen Niederlanden) eine Woche zu verbringen, die unter dem Motto „Minderheiten und Marketing" stattfand. Das Ziel der Woche war, daß die Anwesenden neue Kenntnisse darüber bekommen, wie sie für ihre eigene Minderheit und die dazugehörigen Organisationen besser werben und diese vermarkten können. Neben den Sprach- und Medien-Workshops hatten wir aber natürlich auch Programme, die dem Bekanntwerden mit der friesischen Kultur dienten. Seite 13
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