Die Schönste wurde gesucht - und gefunden Drucken
26. Juni 2009
Nicht der Spiegel sagte, wer die Schönste ist, sondern die Jury, und zwar beim bereits vierten Schönheitswettbewerb für ungarndeutsche Mädchen am 13. Juni, diesmal in der Branauer Badestadt Harkány.

Dreizehn mutige Mädchen haben sich miteinander gemessen. Sie alle wollten nur eins: die Krone, welche den Kopf des schönsten ungarndeutschen Mädchens zieren sollte. Doch bis die Schönheitskönigin ermittelt war, mußte im neu gebauten Hotel Dráva erstmal der Schönheitswettbewerb über die Bühne gehen. Und solange gab es bei den Mädchen Hektik und große Aufregung: das Kleid mußte angezogen werden, die Frisur mußte sitzen und die Schminke auch top sein! Die Kandidatinnen, die sich zuerst in einer ungarndeutschen Tracht und dann in einem Abendkleid dem Publikum und der Jury vorgestellt haben, kamen aus fast ganz Ungarn. Eine Teilnehmerin kam aus Ödenburg, andere aus Hajosch, wieder andere sind aus Hidasch oder aber aus Kokesch zum Wettbewerb angereist - sie alle sprechen ausgezeichnet Deutsch und sind in einer Tanz- oder Musikgruppe ihres Heimatortes aktiv. Mehrere von ihnen hatten in den vergangenen Jahren bereits an diesem Schönheitswettbewerb in Willand, Nadasch oder Hajosch teilgenommen.
Ziel dieses Wettbewerbs ist es, nicht nur die Schönheit der Mädchen, sondern auch die Schönheit und Originalität der ungarndeutschen Trachten ins Rampenlicht zu stellen. Juryvorsitzender Josef Szugfil, Vorsitzender des Verbandes der Branauer Deutschen Selbstverwaltungen, hat bedauernd festgestellt, daß aus der Branau, wo fast jede ungarndeutsche Gemeinde eine Tanzgruppe und lebendige deutsche Kultur hat, es nur ein einziges Mädchen gab, das sich beim Wettbewerb beworben hat. Die 15jährige Szandra Rózsás (die jüngste Teilnehmerin) kam aus Saswar.
Natürlich sei dieser Wettbewerb für die Mädchen kein Einzug ins Schönheitsgewerbe, sagte Csaba Vasas, der Veranstalter. Es gehe hier vielmehr um Tradition und um die deutsche Identität, nicht um den Start einer Modelkarriere. Davon träumen die Mädchen, die sich bei diesem Wettbewerb beworben haben, auch nicht: die meisten studieren an einer Universität oder Hochschule, spielen gerne ein Instrument und tanzen in der örtlichen Tanzgruppe. So auch die Gewinnerin des Abends und der Krone, die 21jährige Zsanett Melcher aus Nadwar, die an der Loránd-Eötvös-Universität in Budapest Deutsch und Russisch studiert und später Pädagogin werden möchte. Von der Jury - Josef Szugfil, Zoltán Schmidt vom Fünfkirchener LdU-Regionalbüro, Michael Graemme von der Balaton-Zeitung und Éva Ferenc, Vizebürgermeisterin der Badestadt Harkány - erhielt Zsanett auch den Sonderpreis für die schönste Tracht, eine einwöchige Reise für zwei Personen nach Marienbad in Tschechien, also sozusagen eine doppelte Krönung! Zweite wurde Bettina Kálmán aus Bonnhard und dritte die jüngste Teilnehmerin, Szandra Rózsás aus Saswar.
Eingebettet in den Schönheitswettbewerb war ein Kulturprogramm mit der Tanzgruppe aus Hajosch und dem Frauenchor aus Willand unter der Leitung von Attila Czinczár. Die Veranstalter warteten auch mit kulinarischen Genüssen auf, denn im Restaurant des Hotels konnte man einige ungarndeutsche Spezialitäten genießen.
Der Abend klang für die drei Schönsten mit einer romantischen Kutschenfahrt durch Harkány aus. Auf einem lustigen Schwabenball zur Musik der Schumm-Kapelle wurde dann noch lange getanzt.
M. H.

Die drei schönsten Mädchen bei der Kutschenfahrt durch Harkány


Aus dem Inhalt

Deutsche lieben ihre Sprache

Die große Mehrheit der Deutschen empfindet Liebe und Stolz für die deutsche Sprache. Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten, repräsentativen Studie zu Spracheinstellungen in Deutschland, die das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache und der Lehrstuhl Sozialpsychologie der Universität Mannheim in Berlin veröffentlichten. Über 2.000 Menschen in Deutschland, darunter auch Nicht-Muttersprachler, wurden nach ihren Gefühlen gefragt, die sie für die deutsche Sprache empfinden. Sie bewerteten Dialekte und fremdsprachige Akzente, äußerten sich zur Entwicklung des Deutschen und machten Angaben zu ihrem Mediengebrauch.
Eines der wichtigsten Ergebnisse der in ihrer Komplexität einzigartigen Studie ist die große Verbundenheit der Deutschen mit ihrer Sprache. 87% aller Befragten geben an, daß ihnen die deutsche Sprache gut bis sehr gut gefällt. Sie empfinden Stolz (56%) und Liebe (47%) für ihre Sprache und beschreiben sie als schön, anziehend, logisch, aber auch schwierig. Während 1997/1998 nur 13% aller Deutschen erklärten, ein großes Interesse an der Pflege der deutschen Sprache zu haben, sind es heute 35%.
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Eine schwäbische Gasse in neuem Glanz

Schon seit dem 12. Jahrhundert lebten in dieser Straße rund um die Burg die deutschen Ritter und das Hofgefolge. Nach der Türkenherrschaft wurden hier Deutsche angesiedelt, einige traditionelle Häuser sind unlängst renoviert worden. In der Ypsilonkreuzung an der Mecsekkörnyék-Straße erwartet seit dem 21. Juni ein neuer Anziehungspunkt die Reisenden und die hier Lebenden. Der dreieckige Platz wurde im Rahmen einer Bewerbung umgebaut und auf Hochglanz gebracht.
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5. Kugelhupf-Festival in Waroli
Eine Backware als Wahrzeichen

Die lange, sich dahinschlängelnde Hauptstraße von Waroli führt den Gast zur großen Wiese, wo in idyllischer Landschaft das Jahresfest der kleinen Ortschaft begangen wird. Links und rechts von dieser schmalen Gasse sind noch einige alte schwäbische Häuser und Keller zu sehen, schier endlos scheint der Weg in den schönen Wald hinein zu sein. Nach zehn Minuten Fahrt im Schrittempo erreicht man den Festplatz inmitten der herrlichen Naturkulisse. Schon am Vormittag des 20. Juni waren zahlreiche Autos unterwegs zum Kugelhupffest, das ja an diesem Samstag stattfand. Aber auch auf Wander- und Fahrradwegen kamen viele Gäste zum Programm, das schon ab 10 Uhr am Vormittag vielerlei Interessantes zu bieten hatte.
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Dorftag in Agendorf

Am Wochenende feierte groß und klein von Agendorf drei Tage lang. Anlaß dazu war die Gründung der Schule vor 80 Jahren. Denn damals war das Schulgebäude auf dem Luther-Platz mit seinen insgesamt zwei Klassenzimmern für die fast 200 Schulkinder praktisch viel zu klein geworden. Deshalb entschied sich die Dorfleitung für den Bau eines neuen Gebäudes in der Friedhofsgasse. 1929 wurde die neue evangelische Schule mit Geldern der Evangelischen Kirche und des damaligen Kultur- und Bildungsministeriums gebaut.
Zum 80jährigen Jubiläum gab es in der Grundschule eine Kunstausstellung und eine Ausstellung über die Geschichte der Schule.
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Ein Augenblick Deutschland

Was fällt 31 international anerkannten Fotographen aus 20 Ländern ein zum Thema „20 Jahre Fall der Mauer". Dies dokumentiert die Ausstellung „Ein Augenblick Deutschland" der Deutschen Zentrale für Tourismus.
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1946: Stalin gegen Vertreibung der Rumäniendeutschen
Kommunistenchef Gheorghiu-Dej wollte alle Deutschen und die ungarischen Staatsbürger aus Nordsiebenbürgen abschieben
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Architektur in der Kunst Ákos Matzons

Die HAP-Galerie in Budapest startete im vorigen Jahr eine Ausstellungsreihe, in deren Rahmen sich Künstler vorstellen, die auch mit der Architektur in irgendeinem Zusammenhang stehen, führte Galeriebesitzer Barnabás Winkler in die Vernissage der Matzon-Ausstellung „Gepreßte Pyramiden" ein.
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Sinnbild des Kulturtransfers: Das Deutsche Staatstheater Temeswar

Temeswar, auch Klein-Wien genannt, hat 330.000 Einwohner. Im Gebäude am Hauptplatz sind die Rumänische Nationaloper Temeswar, das Nationaltheater „Mihai Eminescu" Temeswar, das Ungarische Staatstheater „Csíky Gergely", die Philharmonie und das Deutsche Staatstheater Temeswar untergebracht. Der Theatersaal wird von den Deutschen und den Ungarn gemeinsam genutzt.
Im DSTT arbeiten 18 festangestellte Schauspieler, sieben Band-Musiker und weitere 87 festangestellte Mitarbeiter, die für Verwaltung und Technik des Theaters zuständig sind. Das seien durchschnittliche Zahlen für rumänische Verhältnisse, so Intendant Lucian M. Varsandan (Foto), der seit 2007 diesen Posten bekleidet.
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Auf Sissis Spuren in Meran

Auch 110 Jahre nach dem Tod von Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, ist das Andenken an diese ebenso faszinierende wie rätselhafte Frau lebendig und ungebrochen. An den Orten, wo sie lebte und die sie bereiste, ist die Erinnerung fast allgegenwärtig: Allein in Mitteleuropa zeigen fünfzig Büsten, Standbilder, Gedenktafeln und Denkmäler aller Art das Interesse, das Elisabeth zu Lebzeiten und über ihren Tod hinaus in ganz Europa genoß.
Dem ungeliebten Wiener Hofzeremoniell entzog sich Elisabeth durch zahlreiche Reisen: Von England bis Ägypten, von Portugal bis Griechenland war sie unterwegs. Das kleine Städtchen Meran im Südtiroler Burggrafenamt hatte es ihr offenbar besonders angetan: Hier war sie insgesamt siebenmal - davon einmal durchgehend ein halbes Jahr lang -, und dreimal war auch Kaiser Franz Joseph mit dabei.
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GJUler auf dem Voices in Flensburg
Echt phantastische Erlebnisse

Motivierte Sängerinnen und Sänger der europäischen Minderheiten trafen sich in Jarplund/Flensburg. Unter der Chorleitung von Peter Shannon entstand vom 1.-7. Juni ein interkulturelles Repertoire von Liedern der teilnehmenden Minderheiten und international bekannten Songs. Das internationale Chorfestival für junge Angehörige europäischer Minderheiten, das Voices, war bei der dänischen Minderheit in Südschleswig in Flensburg zu Gast. Von der GJU konnten wir zu fünft in diese, in der Nähe der dänischen Grenze liegende Stadt, fahren.
Am einwöchigen Programm haben Jugendliche verschiedener Minderheiten Europas teilgenommen. So konnten wir Mazedonier aus Griechenland, Slowenen aus Österreich und Italien, Rußlanddeutsche und Friesen aus Deutschland kennenlernen. Wir waren ungefähr 30 TeilnehmerInnen auf dem Voices.
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„Alle mal hergeschaut!" - Kinderfilme ganz anders gesehen und erlebt!
Die deutschsprachige Filmtour durch Grundschulen erfolgreich beendet

Wer sich einen Film ansieht, der rechnet außer mit Werbung, erstmal nicht mit Pausen. Die Schüler von sieben Grundschulen in ganz Ungarn können jedoch von einer ganz anderen Art von Pausen berichten!
Gergô Farkas, Schauspieler der Deutschen Bühne Ungarn in Seksard und in diesem Jahr zum Schauspieler des Jahres gewählt, zeigte ihnen, wie man Filmunterbrechungen auch aktiv erleben kann. Während die Schüler Vivian Neefes Kinder- und Jugendfilm „Die wilden Hühner", der im Jahr 2007 erfolgreich in den deutschen Kinos gelaufen ist, sahen, unterbrach er an ausgewählten Stellen immer wieder den Film und animierte sie zu Spielen, die mit seinem Inhalt zusammenhingen und die unter Anleitung der Theaterpädagogin Ságiné Sebôk Magdolna ausgearbeitet wurden.
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