Daß das gemütliche Beisammensein nicht nur was für die ältere Generation ist entdeckten die Wemender GJU-ler schon lange für sich. Spontan und voller Elan machten sie sich vor 15 Jahren in der Osterzeit auf den Weg, um das stille Dörflein Ofala etwas aufzumischen, und um den dortigen Mädels den Hof zu machen. Aus einer ursprünglich einmaligen Tour wurde eine Tradition, die auch dieses Jahr über 40 GJU-ler aus nah und fern nach Ofala lockte. Die damalige Truppe ist heute schon Mitte dreißig, viele wohnen gar nicht mehr in Wemend, aber am Ostersonntag kommen trotzdem noch viele ins Wachtelwirtshaus der Vierhundertseelengemeinde, um einen geselligen Nachmittag zusammen zu verbringen und über die „guten alten" Zeiten zu reden. Begeistert machen dabei auch die jetzigen aktiven GJU-ler mit, die ebenfalls ihren Spaß am Wanderprogramm mit allem Drum und Dran haben.
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Das idyllische Tal erwartete uns heuer mit Frühlingsdüften, mit Vogelgezwitscher und blühenden Bäumen. Empfangen werden die Wemender von den Ofalaer GJU-lern mit Salzkipferln, die in dieser Runde einfach viel besser schmecken, und ein Schwabenball am Abend rundet den gemeinsamen Tag ab. Auch die älteren Einwohner des kleinen Schwabendörfleins freuen sich auf diesen Nachmittag, sie sitzen zur Ankunftszeit der Mannschaft vor ihren Häusern auf der Bank und sind froh, wenn sie die Ankömmlinge in der Mundart ansprechen können, und für eine Antwort im Dialekt werden die Wemender mit einem erfrischenden Spritzer belohnt. Je später der Nachmittag desto heiterer die Stimmung, und in dieser lockeren Runde erwischt man die GJU-ler tatsächlich manchmal bei spontanen Mundartgesprächen. Vom Heiterkeitsfaktor hängt auch das Liederprogramm ab, manchmal singen die GJU-ler schon unterwegs und mischen damit das stille „Kalichtal" mächtig auf. Wie die Zeit vergeht, merkt man daran, daß jedes Jahr immer mehr Familien mit Kindern auch am Programm teilnehmen, denn aus den ehemals hitzköpfigen Vollblut-GJU-lern sind gestandene Familienväter und Vollzeitmütter geworden, die aber Ostersonntag gerne nostalgisch in Erinnerung schwelgen. Einmal GJU-ler immer GJU-ler, diese Erkenntnis bejahten an diesem Nachmittag viele der Anwesenden, und dieses Gefühl des Zusammenhalts und der Traditionspflege wollen sie auch an die Teenager-GJU-ler von heute sowie an die eigenen Kinder weitergeben, damit sich das Ofalaer Tal auch in den kommenden Jahren mit jungen Ungarndeutschen von nah und fern füllt.
Christina Arnold
Aus dem Inhalt
Osterwanderung nach Ofala Es begann vor 15 Jahren
Daß das gemütliche Beisammensein nicht nur was für die ältere Generation ist entdeckten die Wemender GJU-ler schon lange für sich. Spontan und voller Elan machten sie sich vor 15 Jahren in der Osterzeit auf den Weg, um das stille Dörflein Ofala etwas aufzumischen, und um den dortigen Mädels den Hof zu machen. Aus einer ursprünglich einmaligen Tour wurde eine Tradition, die auch dieses Jahr über 40 GJU-ler aus nah und fern nach Ofala lockte. Die damalige Truppe ist heute schon Mitte dreißig, viele wohnen gar nicht mehr in Wemend, aber am Ostersonntag kommen trotzdem noch viele ins Wachtelwirtshaus der Vierhundertseelengemeinde, um einen geselligen Nachmittag zusammen zu verbringen und über die „guten alten" Zeiten zu reden. Begeistert machen dabei auch die jetzigen aktiven GJU-ler mit, die ebenfalls ihren Spaß am Wanderprogramm mit allem Drum und Dran haben. Seite 1-13
Ostern mit Papst Benedikt
„Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit Euch." Die Worte Papst Benedikts beim Segen „Urbi et Orbi" gelten auch und vor allem den lieben Leserinnen und Leser des Newsletters von Radio Vatikan. Papst Benedikt hat mit Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz die Ostermesse gefeiert. Damit haben die Osterfeierlichkeiten in Rom an diesem Ostersonntagvormittag ihren Höhepunkt erreicht. Seite 1-2
Bundeskabinett beruft Mitglieder für Vertriebenen-Stiftung
Das Bundeskabinett hat die Mitglieder für den Stiftungsrat der unselbständigen "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Wegen der heftigen Kontroverse um die Benennung von BdV-Präsidentin Erika Steinbach, hat der Bund der Vertriebenen den dritten ihm zustehenden Sitz vorläufig nicht besetzt. Der neue Stiftungsrat ist handlungsfähig und kann den Direktor und den wissenschaftlichen Beraterkreis benennen. Seite 2
Dr. Zoltán Engert, der Urologe aus Ujfluch
Ein langer Weg und viele wissenschaftliche Arbeiten führten Dr. Zoltán Engert (Foto) zum vorgesehenen Professor-Status. Er lebt in Steinamanger, hat auch in Budapest eine Praxis und hält in Fünfkirchen an der Universität Vorlesungen. Er ist Vorstandsmitglied der Urologischen Gesellschaft (auch in Deutschland) und wurde zum Professor vorgeschlagen. Nach der Grundschule kam das Gymnasium in Kunszentmiklós und danach die Uni Semmelweis für den Jungen, der Biologe werden wollte, sich doch schließlich für den Arztberuf entschied. Aber die Disziplinzweige haben sich erst später herauskristallisiert. Durch die vielen wissenschaftlichen Arbeiten an der urologischen und radiologischen Klinik und durch die Praxis im Zentralen Honvéd-Krankenhaus in Budapest hat Dr. Zoltán Engert immer etwas dazugelernt und erfahren, wie man urologische Krankheiten heilen kann. Seite 3
Péter Simon - Lehrstuhlleiter für Numerische Analyse an der ELTE
Bereits in der Grundschule und in der Mittelschule müsse man den Kindern und Jugendlichen bewußt machen, daß die Mathematik in sehr vielen Bereichen - wenn nicht sogar überall - eine sehr große Rolle spiele, sei dies das Alltagsleben, das Handy, die EKG-Untersuchung, der elektrische Strom (das Licht), die Errichtung eines Kernkraftwerkes oder eine Mondfahrt. Über all dies und vieles andere sprach Professor Péter Simon, der Lehrstuhlleiter für numerische Analyse an der Universität ELTE in Budapest, der diesen Posten von seinem Professor, dem mit dem Széchenyi-Preis ausgezeichneten, aus Schomberg stammenden Franz Schipp, übernommen hatte. Seite 3
Vertriebene Ungarndeutsche in Sachsen Georg Hamburger „Das tut mir noch heute weh"
Die Menschen im westsächsischen Erzgebirge staunten nicht schlecht, als sie im Spätsommer 1947 ungewöhnlichen Zuwachs bekamen. Da brachten Eisenbahnzüge Tausende von Männern, Frauen und Kindern in ihre Gegend, die zwar Deutsch sprachen, doch die Einheimischen verstanden die Ankömmlinge kaum. Es waren „Schwaben", die aus ihrem Heimatland Ungarn vertrieben worden waren. Ihr heimischer Dialekt klang in den sächsischen Ohren wie unverständliches Kauderwelsch. Der 68jährige Georg Hamburger stammt aus Wemend und ist heute ein ziemlich wichtiger Mann in Sachsen, als bau- und wohnungspolitischer Sprecher der Regierungspartei CDU im Landtag, wohnhaft in Werdau, am Rande des Vogtlandes. Über seinen Schreibtisch gehen alle bedeutsamen Vorlagen für neue Projekte. Er muß seinen Segen dazu geben. Seite 3-4
Gruß und Kuß bei Duna TV
Fast täglich wird die ungarische Nation über Ländergrenzen hinweg bis nach Übersee im Duna TV vereint, und das besonders bei den Wunschsendungen, in denen innerhalb des Landes von Ödenburg bis in die Branau zu verschiedenen Festtagen die Angehörigen, Verwandten und Freunde gegrüßt und beglückwünscht werden können - von einem Ständchen begleitet -, wie das halt in einer Glückwunschsendung üblich ist. Man freut sich, einen schönen Gruß zu kriegen, und diesen ein andermal zu erwidern. Dieses Fernsehprogramm, das immer eine Moderatorin und ein Moderator betreuen, wird verständlicherweise in ungarischer Sprache geführt, freilich können sich daran auch Ungarndeutsche beteiligen. Doch es ist kein ungarndeutsches Programm, wie es das Radioprogramm über Kurzwelle ab 1960 für die vertriebenen Deutschen in aller Welt gab. Seite 4
Vom Dollarregen beim Wiegenfest
1 x 3 = 12. Diese Rechnung gilt in Texas, wenn es um Geburtstagseinladungen geht. Lädt die Gefeierte drei sechsjährige Mädchen ein, können getrost zwölf Personen erscheinen. Im zweitgrößten Staat der USA ist es üblich, daß auch Geschwister und deren Freunde und deren Freundes Freunde bleiben. Das Fest wird selten zu Hause begangen. Topfschlagen und Schnitzeljagd wären für den amerikanischen Nachwuchs zum Beispiel in der Houstoner Gegend zu langweilig. Als Geschenk bitte kein Buch mitbringen, lieber eine „gift card", eine Geschenkkarte mit mindestens 20 Dollar Guthaben, oder aber das „present" soll groß sein und glitzern. Seite 11
Peterhof - Residenz der lebendigen Wasser
Von ihrer Zeit als nördliche Metropole Rußlands hat St. Petersburg nicht nur die prunkvollen Zarenpaläste in der Stadt, sondern auch fünf strahlende Schlösser in der näheren Umgebung zurückbehalten: Peterhof, Carskoje Selo, Pavlovsk, Oranienbaum und Gatcina sind eine Art architektonische Chronik des zaristischen Lebens bis herauf ins 20. Jahrhundert. Wenige Jahre nach der Gründung St. Petersburgs (1703) begann Zar Peter der Große mit dem Bau der Galaresidenz Peterhof, deren Besonderheit die Springbrunnen und Wasserspiele werden sollten. Am 15. August 1723 wurde mit einem pompösen Fest die Eröffnung gefeiert. Auf diesem insgesamt 115 Hektar großen Gelände von Peterhof, direkt am Finnischen Meerbusen, entstanden neben dem Großen Palast mit dem Thronsaal und weiteren Prunksälen viele kleine Paläste. Weltweite Berühmtheit erlangte Peterhof jedoch mit seinen 150 Kaskaden und Springbrunnen, in harmonischer Einheit mit seiner spektakulären Gartenarchitektur. Seite 11-12
25 Jahre Minderheitenjugend für Europa JEV feierte Geburtstag
Einmal im Jahr - in der Woche vor Ostern - treffen sich rund 150 Jugendliche aus ganz Europa. Sie alle verbindet eine Besonderheit - sie gehören einer europäischen Minderheit an. So waren auch in der vergangenen Woche Jugendliche aus den verschiedensten Regionen Europas in Modra, in der Slowakei, zum traditionellen Osterseminar der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) versammelt. Doch in diesem Jahr wurde Besonderes gefeiert: Die JEV wurde nämlich vor einem Vierteljahrhundert auf dem Knivsberg, in Nordschleswig (Dänemark), von 11 Organisationen gegründet und feierte daher in Modra ihr 25jähriges Jubiläum. Seite 13
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