An der jedes zweite Jahr veranstalteten bedeutenden internationalen Fachmesse „denkmal 2008" - 20. - 22. November - nahmen heuer auf Initiative des ungarischen Staatsamtes für Kulturerbe und unter Organisierung des Wuderscher Heimatmuseums auch ungarndeutsche Heimatmuseen teil.
Frau Magdalena Luntz (geb. Ringler) aus Wudersch, Kitti Bergner aus Tschasartet, Frau Erika Rigler (geb. Stang) aus Badesek, Frau Maria László (geb. Schmieder) aus Ofala, Frau Agnes Czigler (geb. Sárkány) aus Surgetin
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Ungarn war an dieser Ausstellung nicht nur als einfacher Aussteller, sondern als Partnerland präsent. Am Vorabend der Ausstellung, am 19. November, kam es im Spiegelpavillon der historischen Kongreßhalle von Leipzig zur feierlichen Eröffnung und anschließend zu einem Stehempfang seitens Ungarns. An der Feierlichkeit nahmen u. a. der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, der ungarische Botschafter, Dr. Sándor Peisch, und der ungarische Staatssekretär für Bildung und Kultur, Ferenc Csák, teil. Die Eröffnung der Messe erfolgte durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee. Beide Politiker eröffneten am Tag darauf auch den ungarischen Stand. Ferenc Csák verweilte etwas länger unter uns, unterhielt sich über die Lage der Heimatmuseen in Ungarn, bot seine Hilfe an und erwähnte, daß seine Oma ungarndeutscher Abstammung (aus der Fünfkirchner Gegend) sei, und schrieb auch einige freundliche Sätze in unser Gästebuch. Ein täglich zurückkehrender lieber Gast der Ausstellung war Klaus Loderer, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn. Unsere Heimatmuseen bekamen etwa 25 m2 von den insgesamt 300 m2 des ungarischen Standes. Gemäß unseren Pläne ließen wir vier deutsche Bauernhäuser, und zwar aus Badesek, Tschasartet, Ofala, Surgetin, sowie die Wuderscher Steinberg-Kapelle als Modell anfertigen, darüber hinaus vier Tabellen (Geschichte der Ungarndeutschen, Sehenswürdigkeiten in Wudersch) und ein Büchlein über 57 ungarndeutsche Heimatmuseen. Diese bildeten den Leitfaden unserer Ausstellung, aber natürlich präsentierten wir auch früher herausgegebene Bücher des Heimatmuseums sowie Broschüren, Passionseinladungen, Postkarten, aber auch Quittenbrot und Nüsse. Während der ganzen Laufzeit der Messe zeigten wir DVD-Aufnahmen über Wudersch und über einige andere Ortschaften. Manche Besucher bewunderten die Damen in Volkstracht, die ihre Modellhäuser begleiteten. Darüber hinaus, daß sie ihre Festtagstrachten anzogen, unterhielten sie sich auch mit den Interessenten, und sie waren auch die „Hausfrauen", die bunten Farbflecken bei der Durchtrennung des Nationalbandes und beim Eröffnungsakt des Standes. Alles in allem können wir sagen, es war ein gelungener Auftritt, wir konnten ziemlich alles aus dieser Teilnahmemöglichkeit herausholen, was zu holen war. Dabei knüpften wir eine gute Beziehung zu den Vertreterinnen der teilnehmenden Ortschaften, was sich voraussichtlich sehr positiv auf weitere Zusammenarbeit, Programme und Pläne mit ungarndeutschen Heimatmuseen auswirken wird.
Gabi Jaszmann
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