Trotz Krise keine Kürzungen bei der DBU Drucken
21. November 2008
Beide Partner im Trägerschaftsrat der Deutschen Bühne Ungarn steuern im kommenden Jahr je 21 Millionen Forint zum Budget des Theaters bei. Unter anderem auch dies wurde auf der einschlägigen Sitzung am 13. November in Seksard beschlossen.

Reibungslose Arbeit im DBU-Trägerschaftsrat

Sowohl die Vertreter der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen als auch des Komitatstages der Tolnau, die den Trägerschaftsrat bilden, zeigten sich mit der Arbeit der DBU zufrieden und sprachen sich trotz der Finanzkrise einstimmig für die Finanzierung in der Höhe des Standes im ausgehenden Jahr aus. Ebenfalls in Höhe von 21 Millionen Forint sollen in der DBU 2009 Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Das Geld für diesen Zweck ist aus dem vorigen Jahr übriggeblieben, als die LdU die Summe für die Förderung des Theaters einplante, infolge der aufgekündigten gemeinsamen Trägerschaft aber nicht überwies. Da die Finanzierungslücke vom Komitatstag geschlossen wurde, steht nun das Geld für die dringendsten Erneuerungsarbeiten zur Verfügung. Die Vorschläge dafür wurden von der Intendantin der DBU, Ildikó Frank, aufgelistet. Erweitert werden soll vor allem der Zuschauerraum, der sich mit seinen achtzig Plätzen immer öfter als zu klein erwies, aber auch die Klimatisierung soll auf einen modernen Stand gebracht werden. Ein Studiosaal soll ebenfalls eingerichtet werden, in dem die Proben und kleinere Veranstaltungen durchgeführt werden könnten. Vereinbart wurde einstimmig, daß die Arbeiten vom Komitatstag ausgeschrieben werden, da dieser über den entsprechenden Apparat verfügt und auch mit den zu befolgenden Vorschriften vertraut ist.
Wie der Vorsitzende des Trägerschaftsrates in der Sitzung bekanntgab, benachteilige der Gesetzentwurf über die Förderung der ungarischen Theater die DBU, da für die höchste Klasse der staatlichen Finanzierung jährlich 180 Vorstellungen erforderlich seien. Die DBU erreiche zwar diese Zahl, wenn man auch die Literaturstunden in den Schulen berücksichtige, aber letztere Vorstellungen würden als solche nicht akzeptiert werden. Sowohl Otto Heinek als auch der Vorsitzende des Komitatstages Dr. Imre Puskás sprachen sich für entsprechende Lobbyarbeit unter den Parlamentsabgeordneten aus, um diese geplante Regelung modifizieren zu lassen. Ein kleines Minderheitentheater mit zahlreichen auswärtigen Vorstellungen könne nicht genauso beurteilt werden wie ein größeres Theater mit Aufführungen nur im eigenen Haus. Zuerst sollen die Parlamentsabgeordneten der Region um Unterstützung ersucht werden.
Behandelt wurde auch der Spielplan der DBU, der einstimmig angenommen wurde. Der Vorsitzende des Kulturausschusses der LdU, Franz Erdei, wies hierbei darauf hin, daß es schön wäre, in der DBU vor allem die Stücke deutscher Autoren zu sehen. Da die DBU das 25. Jahr ihrer Gründung feiert, wurde auch ein Wettbewerb für ein Stück über die Geschichte der Ungarndeutschen ausgeschrieben. Wie Intendantin Ildikó Frank bekanntgab, seien bereits mehrere Werke eingetroffen.
Über die Arbeit im Trägerschaftsrat äußerten sich sowohl Otto Heinek als auch Dr. Imre Puskás zufrieden. Die Zusammenarbeit verlaufe erfolgreich und ganz reibunslos, hieß es.

ani