60 Jahre Nadascher Schloßgarten-Kindergarten
Ein Generationsfest mit viel Lachen und einigen Tränen
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10. Oktober 2008
Mehrere Monate tüchtige und mühselige Arbeit stehen hinter den Kindergartenmitarbeiterinnen, die sich mit Leib und Seele für dieses Fest engagiert haben. Sie sammelten Namenslisten, Fotos, alte Geschichten und Spielsachen und bereiteten ein Programm vor, um dieses runde Jubiläumsfest gebührend zu feiern.
Erst traten die Kinder „die Schätze des Kindergartens" - wie das Frau Makk, Leiterin der Einrichtung formulierte -, auf die Bühne und führten ein zweisprachiges Programm vor. Mit Mundartsprüchen, Liedern im hiesigen Dialekt und auch einem Märchen in ungarischer Sprache unterhielten die Kleinen ihre stolzen Verwandten im Publikum. Danach gab es eine hübsche Überraschung für die Kinder selbst, nämlich eine Puppentheatervorführung; währenddessen lief für die Erwachsenen der protokollarische Teil des Nachmittages weiter.


Nadascher Kindergartenkinder in der hiesigen Tracht

Alle ehemaligen Mitarbeiter des Kindergartens wurden mit einer Urkunde geehrt und namentlich auf die Bühne gebeten. „Der Alltag im Kindergarten ist eine Teamarbeit, wo die Köchinnen und das Putzpersonal genauso zum Leben der Kleinen gehören wie die Kindergärtnerinnen und die Erzieherin", so Frau Makk, die seit 20 Jahren die Einrichtung leitet, und die mit ihrer Dankesrede viele zu Tränen rührte. Die jetzige Pädagogengarde des Kindergartens ist nicht jung, aber das hat außer jahrzehntelangen Erfahrungen und angesammeltem Wissenspotential noch einen entscheidenden Vorteil: sie sprechen fast alle die Mundart und benutzen die auch tagtäglich in jeder Situation, und das ist nur noch in wenigen Kindergärten der Fall. Um das Überleben der Mundartsprüche unbedingt zu sichern, wurde zu Ehren des 60. Jubiläums eine CD aufgezeichnet, wo die gegenwärtigen Kindergartenkinder die bekanntesten Sprüchlein und Lieder vortragen. Das soll die Eltern anspornen und unterstützen bei der zweisprachigen Erziehung.
Aber auch der Nadascher Kindergarten, welcher vor 15 Jahren in ein komplett neues Gebäude umgezogen ist, muß wegen der sinkenden Kinderzahl immer härter kämpfen, seit Jahren werden die Gruppen mit Kindern aus umliegenden Dörfern aufgestockt. In nächster Zukunft müssen wahrscheinlich Gruppen zusammengezogen und die Altersgruppen gemischt untergebracht werden, so will es das Gesetz. Doch daran wollte man an diesem schönen Nachmittag nicht denken, denn am Montag kommen wieder fast 50 Dreikäsehochs in das wunderschöne Kindergartengebäude und wollen unterhalten und versorgt werden.

Christina Arnold