Europatag der Deutschen im Komitat Pesth und der Hauptstadt Drucken
26. September 2008
Mit einem wunderschönen Kulturprogramm gekrönt wurde am 21. September der Europatag der Deutschen von Budapest und des Komitates Pesth, auf dem Kinder- und Jugendgruppen ihr Bestes zeigten und schöne, anerkennende Auszeichnungen verliehen wurden. In Zusammenarbeit der Deutschen Selbstverwaltung der Hauptstadt Budapest und des Verbandes der Deutschen Minderheitenselbstverwaltungen des Komitates Pesth wurde am Sonntag im Donau-Palais im Sinne des europäischen Gedankens eine Gala veranstaltet, bei der zahlreiche Teilnehmer aus den zweisprachigen und Nationalitätenschulen der Ungarndeutschen das präsentierten, was sie sich außer der deutschen Sprache auch an kulturellen Werten angeeignet haben.


Die ausgezeichneten Deutschpädagogen aus Budapest und
dem Komitat Pesth - Foto: Bajtai László

Die Vorsitzende der Budapester Deutschen Selbstverwaltung, Eva Mayer, hieß eingangs die Gäste und Mitwirkenden, Kinder und Erwachsene mit warmen Worten herzlich willkommen, denn man verband diese Feier zugleich mit der Schuljahreseröffnung. Unter den Ehrengästen befanden sich die neue deutsche Botschafterin, Dorothea Janetzke-Wenzel, der Gesandte der Österreichischen Botschaft, Magister Georg Kilzer, der Vorsitzende der LdU, Otto Heinek, in Vertretung des Amtes des Ministerpräsidenten Agnes Szauer, die leitende Oberrätin des Ministeriums für Bildung und Kultur, Anna Kerner, der Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen des Komitates Pesth, Emmerich Ritter und Vertreter der örtlichen deutschen Körperschaften und Pädagogen der ganzen Region.
Die Eröffnungsansprache zur Schulbeginnfeier hielt Anna Kerner, die seinerzeit als Deutschlehrerin mit unter den ersten war bei der Einführung des zweisprachigen Unterrichts in Bohl und tat sich bei der Verbreitung von neuen Methoden hervor. Heute tut sie als Oberrätin im Ministerium sehr viel für die Entwicklung des Deutschunterrichts. Sie sprach über ein Projekt, das von den Kleinsten bis zu den Großen neue Chancen bieten soll, um auf einem hohen Niveau Deutsch zu lernen. Diese Studie, auf die wir hier nicht detailliert eingehen können, sondern darüber in einem nächsten Beitrag berichten werden, enthält neue Möglichkeiten und Konstruktionen, die auch finanziert werden können.
Die Auszeichnung „Der Deutschpädagoge des Jahres" für vorzügliche Leistung bekamen die Lehrerin des Ungarndeutschen Gymnasiums von Budapest, Timea Szép, der Lehrer des zweisprachigen Gymnasiums Áron Tamási im XII. Bezirk, Miklós Vasdinnyei, Magdalena Marlok Cservenyi, Deutschlehrerin in der Schaumarer Hunyadi-M.-Grundschule, Ibolya Rack, Klassenzugleiterin der Grundschule in Turwall, sowie die Kindergärtnerin Maria Mecseki von St. Iwan bei Ofen.
Danach ging ein hervorragendes Kulturprogramm über die Bühne: Das Deutsche Nationalitätengymnasiums in Budapest war mit einem Gedicht und Volksliedern im Terzett vertreten, ein nächstes Gedicht kam aus dem Tamási-Gymnasium, der Chor Rosmarein aus dem XVI. Bezirk sang zwei Volksweisen, und von dem Harmonika-Ensemble aus Schorokschar konnte man ebenfalls wunderschöne Melodien hören. Die römisch-katholische Deutsche Nationalitätengrundschule in Wudersch wurde auf der Eröffnungsfeier vom Mädchenchor und RezitatorInnen der Unter- und Oberstufe vertreten, und die Mitglieder der Gruppe Rampenlicht besuchen die Nationalitätengrundschule von Iklad. Die Jugendtanzgruppe aus Wudigeß zeigte schöne Produktionen, und den Nachmittag beschloß die Tanzgruppe aus Tschepele. Diese Gruppen und Solovortragenden belegten bereits auf kulturellen Wettstreiten vornehme Plätze und bewiesen wieder einmal, daß sie eine wunderbare Gala mitgestalten können.
Tanz und Gesang und die Gedichte waren herzerwärmend und die Kleidung eine Augenweide. Sie alle, die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Lehrer und Gruppenleiter, müssen laut gelobt werden für ihre Ausdauer und Energie beim Mitgestalten dieses großartigen Programms, gleichermaßen gebührt den Organisatoren ein Kompliment. Nach dem Programm am Europatag wurden alle Mitwirkenden und Gäste zu einem Empfang eingeladen. Nach solch einem Schulbeginn kann man die grauen Alltage besser meistern.

Árpád Hergenröder