| Auftakt zum Ansiedlungsjubiläum |
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| 12. September 2008 |
Schemling/Vértessomló befindet sich im Schildgebirge und zählt um die 1300 Einwohner. Die schon Mitte des 14. Jahrhunderts schriftlich erwähnte Ortschaft war nach den Türkenkriegen sowie vielen Epidemien völlig verödet. Graf Eszterházy von Galantha und Forchtenstein kaufte die Umgebung namens Puszta-Somló mit der Burgherrschaft Totis/Tata. Im Jahre 1733 versandte er seinen Kolonisationsaufruf, und laut Vertrag sind schon am 1. Mai 1734 die ersten Deutschen angekommen. Nächstes Jahr feiert man also das 275jährige Jubiläum der Ansiedlung der Deutschen.
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Im Wald bei Schemling stand schon bei Ankunft unserer Ahnen eine kleine Waldkapelle. Der Graf ließ sie des öfteren erweitern, weil sehr viele das Muttergottesbild verehrten und zahlreiche Gläubige hier Trost fanden. Unser Gnadenbild ist eine Kopie des Bildes „Consolatrix Afflictorum", „Trösterin der Betrübten" in der Kaiserkapelle der Kapuzinerkirche in Wien. Christina Julianna Fahrerin ließ die Kopie anfertigen und brachte sie laut Schenkungsurkunde am 7. September 1734 nach Ungarisch-Altenburg, woher der Pater von Schemling sie erhielt. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr feierte man in Schemling gebührend. Es war eine Kirchenfahne mit der Abbildung der Gottesmutter angefertigt worden. Die Gläubigen versammelten sich um die Dorfkapelle in der Hauptstraße. Man hatte auch die Einwohner der Nachbargemeinden eingeladen. Aus Gestitz kamen zahlreiche wie früher, mit Prozession, zu Fuß. Viele trugen die Volkstracht ihrer Gemeinde, so auch die Tarianer und die Schemlinger. Man ging, Marienlieder singend, bis zur Kirche, die sich außerhalb des Dorfes befindet. Auf der Wiese neben der Wallfahrtskirche war ein großes Zelt aufgebaut worden. Anton Spányi, Diözesanbischof aus Stuhlweißenburg, zelebrierte die heilige Messe, weihte die neue Fahne und die zweisprachigen Meßbücher ein. Viele arbeiteten fleißig, damit das Fest gut gelingt. Das Wetter spielte auch mit. Alle, die an diesem Festakt teilnehmen konnten, kehrten mit einem schönen Erlebnis nach Hause zurück. Pfiszterer
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