Mit großem Erfolg und stattlichem Publikum wurde das Chortreffen „Internationale Heimatmelodie" am 19. Juli in Ödenburg bereits zum 13. Mal veranstaltet. Chöre, Tanzgruppen und Kapellen aus der Umgebung, aus weiter entfernten Landesteilen und gar dem Ausland trafen sich unter dem Motto Ödenburger Kulturwoche und boten etwas Unvergeßliches.
Foto: Németh Péter
|
Nach einem Festzug begann auf der Freilichtbühne auf dem Hauptplatz das Programm mit den Festansprachen der Vorsitzenden des Veranstalters, des Kulturklubs Sopron und Umgebung, Magdalena Krisch, des Bürgermeisters der Stadt Dr. Tamás Fodor sowie des Vizevorsitzenden des Komitatstages Mátyás Firtl, die allesamt ihre Freude offenbarten, so ein Fest zur Tradition der westungarischen Stadt gemacht zu haben und die über 15 Kulturgruppen auch aus Österreich und Deutschland begrüßen zu dürfen. Dort gaben die Chöre gleich fünf Weisen gemeinsam zum Besten, und nach diesem musikalischen Auftakt begab man sich in die Aula der Wirtschaftsuniversität, wo das Konzert stattfand. (Eigentlich war das Programm fürs Freie gedacht, doch aus wetterabhängigen Gründen hielt man es dort ab.) Die Chöre aus Agendorf, Boschok, Brennberg, Güns, Herend, Kimling, Kirne, Kroisbach, Raab, Raabfidisch, Urkut, Wandorf, St. Georgen und Schattendorf, die Akkordeonensembles aus der Oberlausitz (Deutschland) und Madaras (letzteres war schon zum 11. Mal dabei) sowie die Tanzgruppe aus Berzel präsentierten zur größten Freude des Publikums ein niveauvolles Programm, in dem jeder sein Eigenes aus der engeren Heimat mitgebracht hatte. Bei den Begleitprogrammen konnte man die guten Weine von Ödenburg und Umgebung sowie Österreich verkosten, aus Loipersbach (Österreich) brachte ein Metzger feines Geselchtes (geräucherte Schinken) mit und die Frauen verwöhnten die Gäste mit hausgemachtem Gebäck. Alte Freundschaften hat man dabei gepflegt und neue geknüpft über Grenzen hinweg. (Zwischen Schattendorf und Agendorf, die ja nur einige Kilometer voneinander entfernt sind, gibt es bereits langjährige gute Kontakte.) Diese Programme erstreckten sich auch auf den anderen Tag, dessen Höhepunkt das Konzert der bekannten und beliebten Burgenlandkapelle unter Robert Payer war (Foto). Er stammt aus Ödenburg und macht mit seiner Mannschaft seit vielen Jahrzehnten beste Blasmusik. Das Konzert begeisterte auch diesmal das Publikum trotz des Unwetters. Viele und vielerlei Ideen hat man in Ödenburg. Bei der Verwirklichung zeichnet der Kulturklub als Organisator, unterstützt von der Kommunalverwaltung und der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung. Das war auch bei diesem großangelegten Programm der Fall (auch das Parlament und die ausländischen Gastgemeinden sowie eine touristische Firma haben zum Gelingen beigetragen) - und man will auch weitere Projekte verwirklichen. So soll im April nächsten Jahres vor der evangelischen Kirche ein Mahnmal der Vertreibung errichtet werden.
Árpád Hergenröder
|